zur Ruhigstellung der Bienenkönigin

Das zur Narkose der Königin benötigte Kohlensäuregas kann Kapseln oder größeren Druckflaschen entnommen werden. Die Ausrüstung für 16-Kapseln ist sehr handlich. Die Kapseln sind aber nicht überall verfügbar, und der Versand mit Luftpost ist nicht mehr erlaubt.

Die Kontrolle des Gasflusses erfolge nach alter Methode indem das Kohlensäuregas durch eine Waschflasche geleitet wird. In ein mit Wasser gefüllten Erlenmeyerkolben wird das CO2-Gas geleitet, welches oberhalb wieder über einen Ausgang austritt. An der Blasenbildung wird der Gasfluss abgeschätzt. Trotz der guten Kontrollmöglichkeit ist diese Methode nicht optimal, obwohl sie mitunter noch benutzt wird  (Eindringen von Wasser in die Schlauchverbindungen bis zum Königinnenhalter, Beeinträchtigung des Reglers durch Feuchtigkeit, Hygienemängel).

Aus diesem Grund wurde der CO2-Durchfluss-Adapter konstruiert, der auf den Bedarf für die Narkose der Königin abgestimmt ist. Der Gasstrom läßt sich hier an den Kugelbewegungen ablesen. Zwei Schwebekugeln zeigen den Gasfluss an. Beim Betrieb mit Kapselgas sind die Schwebekugeln im Auge zu behalten und nachzuregeln, weil die Kugeln recht beweglich sind der Gasfluss nicht immer konstant ist.

Für die Schlauchverbindungen findet hochwertiges Siliconmaterial Verwendung, das elastisch bleibt und nicht verhärtet. Die nachstehende Abbildung zeigt die komplette Narkosevorrichtung für 16g-Kapseln.

Narkosevorrichtung

Narkosevorrichtung für Kapseln/Patronen (16 Gramm)

Es ist wichtig, das Gas stets aus aufrecht stehender Kapsel zu entnehmen, was ebenfalls für die großen Druckflaschen gilt.

Der  Durchfluß-Adapter (Durchflußregler mit 2 Kugeln) erlaubt bei richtiger Handhabung eine gute Kontrolle während der Arbeit. Die Funktionsfähigkeit kann vorher getestet werden indem das Schlauchende des Durchflußreglers ins Wasser gehalten wird. Das CO2-Gas darf nicht stark sprudeln, sondern nur blubbern.

Durchflußregler werden heute für die unterschiedlichsten Aufgaben in den Laboren und der Industrie benötigt. Je nach den Anforderungen gibt es auch immer wieder neue technische Lösungen und verbesserte Modelle. Für die Narkose der Königin sind z.B. 0,5 -1,0 l/min CO2 aufzuwenden. Nachstehend ist ein angepasster Regler für diesen Bereich mit Magnetfuß abgebildet. Durchmesser der Kugel und ihr Gewicht sind hier präzise auf das Steigrohr abgestimmt. Die Durchflußmenge pro Minute läßt sich an diesem Meßgerät ganz genau einstellen und ablesen.

Bei größerem CO2-Bedarf ist eine Druckflasche zu empfehlen, an die ein Druckminderer mit Manometer angeschraubt wird. Die Flasche darf übrigens nicht soweit entleert werden, daß der Innendruck der Flasche auf Null geht. Es muß stets ein Überdruck vorhanden sein. Von außen können sonst Schmutzteilchen einwandern.

Druckminderer
MICRO MATIC – Druckminderer
mit zwei Manometern an 2 kg-Druckflasche. Im Bild rechts unten ist der CO2-Durchfluß-Adapter mit dem SERTO-Feinstellhahn zu sehen. Die Regelung am Druckminderer reicht bei dem geringen Bedarf nämlich allein nicht aus.
Der oben abgebildete Druckminderer mit Manometer, Feineinstellung und Absperrhahn weist im unteren Druckbereich gute Regeleigenschaften auf und hat sich aufgrund seiner Zuverlässigkeit seit vielen Jahren bewährt. Es ist nämlich für unsere Aufgabe sehr wichtig, daß sich zu Beginn der Gasdruck langsam aufbauen läßt und nicht gleich sprunghaft ansteigt wie es bei manchen Modellen der Fall ist.
Da der CO2-Bedarf zur Narkotisierung der Königin gering ist kann es sein, daß das Manometer auf Grund des geringen Bedarfs noch nicht anspricht aber trotzdem bereits einen konstanten Gasfluss abgibt, der für unsere Zwecke schon ausreicht. Dieser Druckminderer wird an die Druckflaschen angeschlossen, die es in verschiedenen Größen im örtlichen Getränkehandel zu kaufen gibt. Bestens geeignet ist die transportable CO2-Flasche mit 2 kg Inhalt.
Die Flasche wird in der Regel mit Schutzbügel ausgeliefert. Die Gewindeanschlüsse entsprechen in Deutschland und den meisten europäischen Ländern der DIN-Norm 477/6 mit dem Gewinde 21,80 x 1/14″ W.  In Nordamerika gilt der CGA-Standard.

Die Anschlußgewinde der grau gekennzeichneten Flaschen müssen also zum jeweiligen Druckminderer passen.

Trotz guter Einstellmöglichkeiten am abgebildeten Druckminderer ist also immer noch ein geeigneter Durchflußregler vor dem Besamungsgerät zur genauen Kontrolle des Gasflusses anzubringen. 

Der Schlauchanschluß ist für Schläuche mit 4 mm Innendurchmesser eingerichtet. Diese Abmessung hat sich als praktisch erwiesen. In der Getränketechnik wird mit dickeren Schläuchen gearbeitet, und die Tüllen haben einen größeren Durchmesser.

Da größere Mengen an Kohlensäuregas zur Verfügung stehen, kann diese Anlage auch zur Befüllung von Begattungskästchen  hilfreich sein (siehe YouTub – Video). Es ist aber darauf zu achten, daß Kohlensäuregas in Lebensmittelqualität Verwendung findet.

Bei Leihflaschen aus dem Getränkehandel ist zu beachten, daß diese auch von Aquarianern benutzt werden und unter Umständen unsauber sind. Die Flaschen sollen deshalb wie oben schon erwähnt niemals völlig entleert werden, weil dann Schmutzteilchen von außen eindringen können. Wenn eine neue Druckflasche in Betrieb genommen wird, so ist aus demselben Grund erst einmal etwas Gas auszublasen, damit Verunreinigungen aus der Verschraubung danach nicht in den Druckregler gelangen können.

 

Seit 2015 wurde die Anfertigung und der eigene Vertrieb aller Gerätschaften aus Altersgründen eingestellt. Als geeigneten Nachfolger konnte ich Dipl. Ing. Wachholz  aus 32339 Espelkamp (E-Mail: 3033-305@online.de) dafür gewinnen das Programm eigenständig weiterzuführen.

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