zur Ruhigstellung der Bienenkönigin

Das zur Narkose der Königin benötigte Kohlensäuregas kann 16-Gramm-Kohlensäuregaskapseln oder größeren Druckflaschen entnommen werden.

Die Ausrüstung für Kapseln ist sehr handlich. Das Kapselgas ist garantiert sauber und frisch. Die preiswerten Kapseln sind aber nicht in allen Ländern verfügbar, und der Versand mit Luftpost ist nicht mehr erlaubt. Deshalb ist vorher zu klären, ob die Anschaffung dieses Systems in Frage kommt.

Die Druckminderung erfolgt über zwei Stufen. Der Gasstrom läßt sich am CO2-Durchfluss-Adapter ablesen. Schwebekugeln  zeigen den Gasfluss an. Die Abb. 1 zeigt diese Narkosevorrichtung. Für die Schlauchverbindungen findet hochwertiges Siliconmaterial Verwendung, das elastisch bleibt und nicht verhärtet. Für den privaten Bedarf reicht die Anlage aus.

Narkosevorrichtung

Abb. 1: Narkosevorrichtung für Kapseln/Patronen (16 Gramm)

Im obigen Bild wird ein Honigglas als Standhilfe benutzt. Es ist wichtig, das Gas stets aus aufrechtstehender Kapsel zu entnehmen, was ebenfalls für die großen Druckflaschen gilt.

Bei größerem Bedarf ist der Druckminderer mit zwei Manometern zu empfehlen. Der Innendruck der Flasche darf nicht auf Null gehen. Es muß stets ein Überdruck vorhanden sein. Von außen können dann keine Schmutzteile einwandern. Diese Armatur kommt in Betracht, wenn größere Mengen an Kohlensäuregas verbraucht werden, was in Instituten, Vereinen und bei Lohnbesamern der Fall ist. Auch bei der Füllung von Begattungskästchen (siehe  YouTub – Video) und dem Zusetzen besamter Königinnen kann Kohlensäuregas hilfreich sein. Es ist darauf zu achten, daß Kohlensäuregas in Lebensmittelqualität Verwendung findet.

Der abgebildete Druckminderer mit Feineinstellung und Absperrhahn weist im unteren Druckbereich sehr gute Regeleigenschaften auf. Er wird an größere Druckflaschen angeschlossen, die es in verschiedenen Größen auch im örtlichen Getränkehandel zu kaufen gibt. Bestens geeignet ist die transportable CO2-Flasche mit 2 kg Inhalt.

Druckminderer

Abb. 2: Druckminderer mit zwei Manometern sowie 2 kg-Druckflasche.
Der  im Bild rechts gezeigte CO2-Durchfluß-Adapter mit SERTO-Feinstellhahn ist bereits im Komplettgerät enthalten. Die Flasche wird mit Schutzbügel ausgeliefert. Die Gewindeanschlüsse entsprechen in Deutschland und den meisten europäischen Ländern der DIN-Norm 477/6 mit dem Gewinde 21,80 x 1/14″ W.  In Nordamerika gilt der CGA-standard.

Der Schlauchanschluß ist für Schläuche mit 4 mm Innendurchmesser eingerichtet. In der Getränketechnik wird in der Regel mit dickeren Schläuchen hantiert und die Tüllen haben einen größeren Duchmesser.

Der oben schon angesprochene Durchfluß-Adapter ist für den Druckminderer nicht unbedingt erforderlich, jedoch empfehlenswert. Er erlaubt eine ganz feine Einstellung und gute Kontrolle während der Arbeit. Die Funktionsfähigkeit kann vorher getestet werden, indem das Schlauchende des Durchflußadapters in ein Wasserglas gehalten wird. Das CO2-Gas darf nicht sprudeln, sondern nur blubbern.

Die Durchleitung durch eine Waschflasche, in der Praxis noch benutzt, ist trotz der guten Kontrollmöglichkeit nicht optimal (Eindringen von Wasser in die Schlauchverbindungen bis zum Königinnenhalter, Beeinträchtigung des Reglers durch Feuchtigkeit).

Die Anschlußgewinde der grauen Kohlensäuregasflaschen  passen zum genormten Druckminderer. Bei Leihflaschen aus dem Getränkehandel ist zu beachten, daß diese auch von Aquarianern benutzt werden und unter Umständen unsauber sind. Die Flaschen sollen deshalb wie oben schon erwähnt niemals völlig entleert werden, weil dann Schmutz von außen eindringen kann. Wenn eine neue Druckflasche in Betrieb genommen wird, so ist aus demselben Grund erst einmal etwas Gas auszublasen, damit eventuell vorhandene Schmutzteile aus der Verschraubung danach nicht in den Druckminderer gelangen könne

 

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