Spezialausführung für das Stereomikroskop

Eine funktionsgerechte Beleuchtung ist für die Durchführung der Königinnenbesamung unentbehrlich. Hell, kalt, UV-frei, schlanke Bauweise und konzentriertes Licht sind Anforderungen, die an die Lichtquelle gestellt werden. Blenden darf sie nicht. Die exakte Ausrichtung ist deshalb wichtig. Eine optimal abgestimmte Beleuchtung erleichtert auch das Arbeiten. Bisher stellte Glasfaserlicht die beste Lösung dar. Inzwischen haben neue LED-Lichtquellen stark aufgeholt, und sie stehen Lampen mit Glasfaserlichtleitern nicht mehr nach. Speziell für die Bienenzucht konstruierte LED-Lampen sind heute den herkömmlichen Glasfaserlampen sogar vorzuziehen. Zu bedenken ist, daß eine zu hohe Lichtintensität einen negativen Einfluß auf die Bienenspermien ausüben kann. Die Spermaverträglichkeit der verwendeten Beleuchtung ist sehr wichtig.

LED – Licht

Interessant geworden sind superhelle Leuchtdioden maximaler Leistung, die kaltes Licht ohne UV-Anteile abgeben. Dieser Sektor hat in jüngster Zeit einen enormen technischen Fortschritt zu verzeichnen, und die Industrie bietet immer wieder neue Varianten an. Vorteile wie hohe Beleuchtungsstärke, lange Lebensdauer, geringes Gewicht, minimaler Stromverbrauch und kleine Abmessungen sprechen für diese neuartigen Lichtquellen. Dennoch ist Vorsicht geboten. So wird davor gewarnt, direkt in helles blendendes LED-Licht zu sehen wie es auch bei Taschenlampen verwendet wird, weil es die Netzhaut schädigen kann. Beim Bienensperma wird es sich nicht anders verhalten. Wenn die im Aufbau befindliche Spermasäule unter dem Mikroskop beispielsweise 30 Minuten lang auf diese Weise einer solchen intensiven Belichtung ausgesetzt wird, so ist das auf jeden Fall schädlich! Die Beleuchtung ist deshalb nicht übermäßig hell auszurichten. Unnötig lange Belichtungen der aufgezogenen Spermasäule sind zu vermeiden. Eine punktuelle Begrenzung ist auf jeden Fall zu bevorzugen, und bei Pausen ist der Lichtkegel wegzuschwenken.

Inzwischen werden auch werkseitig die Stereomikroskope mit integrierten LED-Lampen ausgerüstet, die aber meistens für unsere Belange ein zu grelles Licht abgeben (Farbtemperatur z.B. 6000 Kelvin). Unter diesem hellen Licht lassen sich das gelbliche Sperma vom unerwünschten hellen Schleim nicht so gut unterscheiden.  Warmton-LEDs sind also auch aus diesem Grund besser geeignet und weisen auch keine so hohe Lichtintensität im kritischen Bereich in der Nähe des UV-Spektrums auf.

 

Das Komplettgerät wird standardmäßig mit der nachfolgend beschriebenen LED-Lampe im Warmton (3000 k) als Punktlicht ausgeliefert. Diese kann auch einzeln bezogen werden. Der biegsame Schwanenhals erlaubt die genaue Justierung. Der Magnetfuß gibt einen sicheren Halt auf der selbstklebenden Haltescheibe. Mit einem Handgriff wird die Lampe angebracht oder wieder abgenommen.

LED-Lampe mit Magnetfuß und Klebehaftscheibe sowie die Abbildung des Emitters

Der Schwanenhals hat einen Durchmesser von 7 mm und ist 30 cm lang. Getragen wird das Ganze von einem Magnetfuß, der auf der mitgelieferten Klebehaftscheibe seinen Halt findet. Die Lampe kann an jeder denkbaren Stelle optimal platziert werden. Der elektronische Trafo liefert einen konstanten Strom, egal ob das praktische Euro-Netzsteckergehäuse an 110 Volt oder 220 Volt (Ausgang 12 V AC/ Wechselstrom) angeschlossen wird. Die komplette Lampe wiegt  nur 200 Gramm und wurde vom Verfasser speziell für die Bienenzuchtgeräte bzw. Stereomikroskope entwickelt. Die Farbtemperatur (Kelvin) liegt bei 3000 k, so daß keine Blendeffekte beim Spermasammeln auftreten können. Das gelbliche Sperma ist wie oben schon erwähnt vom weißen Schleim dadurch besser zu unterscheiden. Die Lebensdauer der Lichtquelle wird mit 30 000 Stunden angegeben. Der Arbeitsplatz sollte hell sein und keine großen Helligkeitsunterschiede aufweisen. Das erleichtert die physiologische Anpassung unseres Auges während der Arbeit.

 

 

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