Spezialausführung für das Stereomikroskop

Eine funktionsgerechte Beleuchtung ist für die Durchführung der Königinnenbesamung unentbehrlich. Hell, kalt, UV-frei, schlanke Bauweise und konzentriertes Licht sind Anforderungen, die an die Lichtquelle gestellt werden. Blenden darf sie nicht. Die exakte Ausrichtung ist deshalb wichtig. Eine optimal abgestimmte Beleuchtung erleichtert auch das Arbeiten. Bisher stellte Glasfaserlicht die beste Lösung dar. Inzwischen haben neue LED-Lichtquellen stark aufgeholt, und sie stehen Lampen mit Glasfaserlichtleitern nicht mehr nach. Speziell für die Bienenzucht konstruierte LED-Lampen sind heute den herkömmlichen Glasfaserlampen sogar vorzuziehen. Zu bedenken ist, daß eine zu hohe Lichtintensität einen negativen Einfluß auf die Bienenspermien ausüben kann. Die Beleuchtung ist deshalb nicht übermäßig hell auszurichten, insbesondere sind unnötig lange Belichtungen der aufgezogenen Spermasäule zu vermeiden. Die Spermaverträglichkeit der Lichtquelle ist sehr wichtig.

LED – Licht

Interessant geworden sind superhelle Leuchtdioden maximaler Leistung, die kaltes Licht ohne UV-Anteile abgeben. Dieser Sektor hat in jüngster Zeit einen enormen technischen Fortschritt zu verzeichnen, und die Industrie bietet immer wieder neue Varianten an. Vorteile wie hohe Beleuchtungsstärke, lange Lebensdauer, geringes Gewicht, minimaler Stromverbrauch und kleine Abmessungen sprechen für diese neuartigen Lichtquellen. Inzwischen werden auch werkseitig die Stereomikroskope mit integrierten LED-Lampen ausgerüstet, die aber meistens für unsere Belange ein zu grelles Licht abgeben (Farbtemperatur z.B. 6000 Kelvin). Mit diesem Licht erscheint das Sperma zu weiß und läßt sich vom unerwünschten Schleim nicht so gut unterscheiden.

Das Komplettgerät wird standardmäßig mit der nachfolgend beschriebenen LED-Lampe in Warmton (3000 k) als Punktlicht ausgeliefert. Diese kann auch einzeln bezogen werden. Der biegsame Schwanenhals erlaubt die genaue Justierung. Der Magnetfuß gibt einen sicheren Halt auf der selbstklebenden Haltescheibe. Mit einem Handgriff wird die Lampe angebracht oder wieder abgenommen.

LED-Lampe mit Magnetfuß und Klebehaftscheibe sowie die Abbildung des Emitters

Der Schwanenhals hat einen Durchmesser von 7 mm und ist 30 cm lang. Getragen wird das Ganze von einem Magnetfuß, der auf der mitgelieferten Klebehaftscheibe seinen Halt findet. Die Lampe kann an jeder denkbaren Stelle optimal platziert werden. Optimal ist dafür die neuartige Konsolenplatte am Mikroskop. Der elektronische Trafo liefert einen konstanten Strom, egal ob das praktische Euro-Netzsteckergehäuse an 110 Volt oder 220 Volt (Ausgang 12 V AC/ Wechselstrom) angeschlossen wird. Die komplette Lampe wiegt  nur 200 Gramm und wurde vom Verfasser speziell für die Bienenzuchtgeräte bzw. Stereomikroskope entwickelt. Die Farbtemperatur (Kelvin) liegt bei 3000 k, so daß keine Blendeffekte beim Spermasammeln auftreten können. Das gelbliche Sperma ist vom weißen Schleim dadurch besser zu unterscheiden. Die Lebensdauer der Lichtquelle wird mit 30 000 Stunden angegeben. Der Arbeitsplatz sollte hell sein und keine großen Helligkeitsunterschiede aufweisen. Das erleichtert die physiologische Anpassung unseres Auges während der Arbeit.

 

 

Der Artikel besitzt Themenrelevanz zu Beleuchtung Glasfaser Glasfaserlampe Glasfaserlicht Kaltlichtlampe Kaltlichtquelle Kaltspiegellampe Lampe LED-Licht Leuchtdioden Lichtleiter Lichtquelle Punktleuchten.