für Bienenköniginnen
Die hauptsächlichen Funktionsteile aller SCHLEY-Modelle sind identisch.
Besamungsgerät 1.02
Das Besamungsgerät ist ein Manipulator, der die Königin fixiert und das Einführen der Besamungskanüle in die Geschlechtswege erlaubt. Abb. 1 zeigt das SCHLEY-Gerät 1.02, das auf das alte Standardgerät zurückgeht. Das Stativ ist kleiner und handlicher geworden und paßt jetzt praktisch zu vielen Modellen der Mikroskopanbieter. Es sind ganz unterschiedliche Einstellungen möglich. Das Gerät läßt sich z.B. um 90 Grad drehen, so daß auch frontal gearbeitet werden kann. Erwähnt sein, daß das Gerät auch zur Besamung von Hummeln geeignet ist.
Dieses Besamungsgerät wurde ständig weiterentwickelt und ist auf das Mikroskop und die Beleuchtung des SCHLEY-Systems abgestimmt. Die Handgriffe mit Luerkonus sind wechselseitig austauschbar, so daß auch linkshändig der Stachel gefaßt und die Stachelkammer geöffnet werden kann.
Für die geschliffenen Kugelgelenke findet ein hochwertiger chemikalienbeständiger Kunststoff Verwendung. Die eingesetzte Technik erlaubt eine präzise Steuerung sämtlicher Bewegungen in optimaler Abstimmung. Der Trieb ist jetzt ohne Montage von außen nachstellbar. Die Spritze ist in drei Ebenen fein zu verstellen. Der Königinnenhalter ist abnehmbar und kann ständig mit Kohlensäuregas versorgt werden.
Sämtliche Metallteile sind aus massivem Messing (alles matt verchromt) sowie aus Edelstahl rostfrei gefertigt (gilt aus für die anderen Modelle). Das relativ hohe Gewicht von 2 kg garantiert erschütterungsfreies Arbeiten.

Abb. 1: Besamungsgerät 1.02
1 – Stativ, 2 – Linke Stativsäule mit Kugellagerblock
3 – Rechte Stativsäule zusätzlich mit dem Trieb für die Besamungsspritze
4 – Königinnenhalter mit Halteröhrchen, 5 – Besamungsspritze mit Kanüle
6 – Ventralhaken, 7 – Stachelgreifer mit Druckknopf
Die Funktionsweise der SCHLEY-Besamungsspritze, die ein Präzisionsinstrument darstellt, geht aus Abb. 2 hervor. Sie funktioniert nach dem hydraulischen System. Das Sperma wird nur in die Glaskanüle aufgezogen.

Abb. 2: SCHLEY-Besamungsspritze mit auswechselbaren Kolben und Zylindern
1 – Glaskanüle, 2 – Muffe, 3 – Quetschdichtung
4 – Spritzengehäuse, 5 – Spritzenzylinder, 6 – Kolben
7 – Gewindespindel, 8 – Überwurfmutter, 9 – Drehknopf
Auf Wunsch kann die Spritze nach HARBO geliefert werden. Diese ist jedoch nur zu empfehlen, wenn öfters Sperma verschickt werden soll. Sie ist umständlicher zu handhaben und bringt ansonsten keine wesentlichen Vorteile (siehe Abschnitt weitergehende Infos). Dieser Spritzentyp ist in den USA weit verbreitet.

Abb. 3: Kleinteile befinden sich in der Klarsichtschachtel.

Abb. 4: Das Gerät 1.02 wird mit Stachelgreifer im Koffer ausgeliefert.
Besamungsgerätschaft 1.03
Die Gerätschaft besteht aus der Kombinaton des Komfortmikroskopes K-400 (Art.-Nr. 2.30, siehe Abschnitt Stereomikroskope) und des Besamungsinstruments des Komplettgerätes (vgl. Abb. 6, vorn links). Das mit Stachelgreifer ausgerüstete Besamungsinstrument wird mit der Einlegeplatte des Mikroskoptisches verbunden. Eine Rändelschraube verbindet beide Elemente. Die hochwertige Optik kommt hier voll zur Geltung. Auf diese Weise ist sichergestellt, daß alles zueinander paßt. Die Spritzenhalterung verfügt bei dieser Ausführung standardmäßig über eine doppelte Führung, so daß auch die zweigeteilte HARBO-Spritze direkt am Besamungsgerät angebracht werden kann.
Komplettgerät 1.04
Das Komplettgerät 1.04 (komplett mit Mikroskop, LED-Licht und Narkosevorrichtung) besitzt dieselben Funktionsteile wie das Besamungsgerät 1.02 bzw. die Besamungsgerätschaft 1.03. Die Stativ-Grundplatte wird hier ebenso ohne Füße direkt auf die Arbeitsplattform in Leichtbauweise montiert. Hierdurch ergibt sich eine Gewichtsersparnis. Die Stativsäulen mit den Kugelblöcken sind bereits vorjustiert. Alles zusammen wiegt etwa 7 kg. Das Stereomikroskop verfügt über einen drehbaren Objektivwechsler mit 10- und 20/30facher Vergrößerung. Gearbeitet wird mit 10facher Vergrößerung.
Auslieferung ebenfalls mit Koffer (gleicher wie bei 1.02).

Abb. 5: Besamungsanlage des Komplettgerätes 1.04
Die Kleinteile in der Klarsichtschachtel sind identisch mit dem Gerät 1.02

Abb. 6: Unterschied zwischen Gerät 1.04 (vorn) und 1.02