{"id":3,"date":"2005-06-27T16:41:47","date_gmt":"2005-06-27T14:41:47","guid":{"rendered":"http:\/\/dt.besamungsgeraet.de\/startseite\/"},"modified":"2025-02-27T18:21:01","modified_gmt":"2025-02-27T16:21:01","slug":"home","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.besamungsgeraet.de\/__dt\/","title":{"rendered":"Allgemeines"},"content":{"rendered":"<h2>Zur instrumentellen Besamung in der Bienenzucht und den dazu erforderlichen Ger\u00e4ten<\/h2>\n<h4 style=\"text-align: left;\"><i>Diese Webseite wurde von Prof. Dr. Peter Schley verfasst, einem anerkannten Experten auf dem Gebiet der k\u00fcnstlichen Besamung von Bienenk\u00f6niginnen. Seit Ende 2024 wird sie von uns, der A&amp;G Wachholz GbR, als Nachfolger in eigener Regie weitergef\u00fchrt.<\/i><\/h4>\n<h4 style=\"text-align: left;\"><i>Von 1961 bis 2002 war Prof. Schley an der Universit\u00e4t Gie\u00dfen t\u00e4tig.<\/i><\/h4>\n<h4 style=\"text-align: left;\"><i>Seit Ende der siebziger Jahre\u00a0besch\u00e4ftigte er sich auch intensiv mit dem Thema Besamung und hat mit zahlreichen Beitr\u00e4gen dieses Fachgebiet ma\u00dfgeblich gepr\u00e4gt.<\/i> <i>Seine Optimierungen waren so erfolgreich, dass viele Imker und Wissenschaftler diese Instrumente nutzen wollten. Dies war der Beginn der SCHLEY-Instrumente.<\/i><\/h4>\n<p>Die vorliegende Homepage ist urheberrechtlich gesch\u00fctzt. Die \u00dcbernahme von Bildmaterial und Textstellen bedarf der schriftlichen Genehmigung.<\/p>\n<p>Zur Beachtung: Inzwischen sind unerlaubte Kopien im Umlauf und die Webseiten werden zweckentfremdet und zum Teil auf fremde Themen umgeleitet. Es sollte unbedingt darauf geachtet werden, dass die Originalseiten aufgerufen werden.<\/p>\n<ul>\n<li><em>Die vorliegende Webseite dient der allgemeinen Information und ist im Laufe der Zeit recht umfangreich geworden. Es finden auch \u00e4ltere Entwicklungen von mir Ber\u00fccksichtigung. Die Technik ist inzwischen soweit fortgeschritten, da\u00df ihre Anwendung f\u00fcr den praktischen Imker keine besondere Schwierigkeit mehr darstellt und auch ohne spezielle Schulung erlernbar ist. Hier bietet sich die M\u00f6glichkeit, sich eingehend mit der Methode zu befassen.\u00a0<\/em><\/li>\n<\/ul>\n<p>Die instrumentelle Besamung bietet Z\u00fcchtern mehr M\u00f6glichkeiten und findet deshalb in den letzter Zeit immer mehr Anwendung. Positive Eigenschaften zu f\u00f6rdern und dabei die genetische Vielfalt nicht zu vernachl\u00e4ssigen sind dabei wichtige Ziele. Hierf\u00fcr sind sichere Paarungen notwendig. Ohne Paarungskontrolle und Auswahl\u00a0sind so schnell keine\u00a0Fortschritte m\u00f6glich. Andererseits will man sein Material gegen Au\u00dfeneinfl\u00fcsse abschirmen, erhalten und weiterf\u00fchren. Auch hier ist die instrumentelle Besamung der Bienenk\u00f6niginnen vielerorts unverzichtbar, denn sichere Belegstellen stehen nicht \u00fcberall zur Verf\u00fcgung.<\/p>\n<p>Die Beschickung von Belegstellen ist auch nicht immer einfach und mitunter mit erheblichem Aufwand verbunden. Au\u00dferdem ist man unabh\u00e4ngig vom Wetter und kann sich seine Zeit einteilen. Mit der instrumentellen Besamung werden interessante Experimente erm\u00f6glicht, die sonst nicht durchf\u00fchrbar w\u00e4ren.<\/p>\n<p>Bei der Zucht stehen nicht allein Honigertrag und Schwarmtr\u00e4gheit im Vordergrund, sondern es geht auch um Vitalit\u00e4t, Widerstandsf\u00e4higkeit gegen\u00fcber Krankheiten und Parasiten, Sanftmut u.a. Neuerdings wird versucht mit Hilfe der instrumentellen Besamung varroaresistente Linien herauszuz\u00fcchten.<\/p>\n<p>Es bieten sich also die unterschiedlichsten Anwendungsm\u00f6glichkeiten an. Die <strong>instrumentelle<\/strong> oder <strong>k\u00fcnstliche Besamung<\/strong> findet deshalb in der Bienenzucht weltweit immer mehr Anwendung und Anerkennung. Das gilt besonders f\u00fcr Gebiete, wo die Bienenzucht noch nicht so weit entwickelt ist und noch sehr aggressive Bienen\u00a0vorherrschen.\u00a0Vom K\u00f6nnen des Z\u00fcchtes h\u00e4ngt es aber ab, ob auch ein z\u00fcchterischer Erfolg eintritt. Die kontrollierte Paarung allein garantiert das noch nicht.<\/p>\n<p>Nachweislich sind k\u00fcnstlich besamte K\u00f6niginnen bei richtiger Handhabung gegen\u00fcber nat\u00fcrlich begatteten in ihrer Leistungsf\u00e4higkeit nicht schlechter.\u00a0Kritische Stimmen sehen in der instrumentellen oder k\u00fcnstlichen Besamung aber Eingriffe in das nat\u00fcrliche Geschehen. Mitgef\u00fchl wird dabei auch den Drohnen zuteil, deren Bestimmung allein die Begattung ist und die beim Paarungsakt ebenso ihr Leben verlieren. Die Bef\u00fcrchtungen sind angesichts der Vorteile auf jeden Fall unbegr\u00fcndet. Es handelt sich allein um die \u00dcbertragung von Spermien bekannter und gepr\u00fcfter Herkunft. Alles andere soll in der Bienenzucht m\u00f6glichst nat\u00fcrlich ablaufen. Eine solche Vorgehensweise verspricht auch den besten Erfolg hinsichtlich der Befruchtungsrate und Legeleistung. Nachteile sind bei fachgerechter Anwendung nicht bekannt.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.besamungsgeraet.de\/__dt\/home\/kompl-2-3\/\" rel=\"attachment wp-att-2669\"><img loading=\"lazy\" class=\"alignnone wp-image-2669\" src=\"https:\/\/www.besamungsgeraet.de\/__dt\/wp-content\/uploads\/Kompl-2-2.jpg\" alt=\"Kompl 2\" width=\"471\" height=\"313\" srcset=\"https:\/\/www.besamungsgeraet.de\/__dt\/wp-content\/uploads\/Kompl-2-2.jpg 1200w, https:\/\/www.besamungsgeraet.de\/__dt\/wp-content\/uploads\/Kompl-2-2-300x200.jpg 300w, https:\/\/www.besamungsgeraet.de\/__dt\/wp-content\/uploads\/Kompl-2-2-768x511.jpg 768w, https:\/\/www.besamungsgeraet.de\/__dt\/wp-content\/uploads\/Kompl-2-2-1024x681.jpg 1024w\" sizes=\"(max-width: 471px) 100vw, 471px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Erforderlich ist eine besondere Ger\u00e4teausr\u00fcstung, bestehend aus dem eigentlichen [Besamungsger\u00e4t-&gt;besamungsgeraete] f\u00fcr die Sperma\u00fcbertragung, dem [Stereomikroskop-&gt;stereomikroskope] zur optischen Kontrolle, der [Kaltlichtbeleuchtung-&gt;kaltlichtquellen] als geeignete Lichtquelle und der [Narkosevorrichtung-&gt;narkosevorrichtung] zur Ruhigstellung der K\u00f6nigin. Bei den Stereomikroskopen gibt es inzwischen viele Angebote. Nicht alle sind f\u00fcr unsere Zwecke empfehlenswert. Der gesamte Aufwand ist betr\u00e4chtlich.<strong><br \/>\n<\/strong><\/p>\n<p>Besonders hohe Anforderungen werden an die Besamungsspritze und ihre Steuerung gestellt. Mit blo\u00dfem Auge oder einfacher Lupe sind solche feinen Manipulationen nicht durchf\u00fchrbar.<\/p>\n<p>Im Kapitel &#8222;Anleitung zur instrumentellen Besamung&#8220; werden die einzelnen Arbeitsschritte aufgezeigt und mit Bild- und Filmmaterial unterst\u00fctzt. Mit den von mir konzipierten Ger\u00e4tschaften ist es nicht besonders schwierig, die notwendigen Handgriffe auszuf\u00fchren. \u00a0Nicht wenige Anwender haben sich ihre Fertigkeiten ohne fremde Hilfe allein mit Hilfe der Anleitungen beigebracht.\u00a0Inzwischen wenden viele Praktiker die Methode an und es gibt inzwischen auch Nachbauten und modifizierte Konstruktionen.<\/p>\n<p>Das vorgestellte Besamungsinstrument als Hauptger\u00e4t stellt eine Weiterentwicklung der Vorg\u00e4ngermodelle dar. Die Anf\u00e4nge gehen auf Anregungen und Versuche des Uhrmachers Wilhelm Wankler (1855-1929) aus W\u00fcrttemberg zur\u00fcck, die sp\u00e4ter in den USA zur Praxisreife entwickelt wurden. Die neuartige Methode fand zun\u00e4chst nur in der Wissenschaft Beachtung. So verwendete der Russe A.S. Mikhailov aus Tula die von Watson weiterentwickelte Methode schon 1928 in seinen Vererbungsstudien an und beschrieb diese 1931*. Die K\u00f6nigin wurde ohne Narkose mit Seidenf\u00e4den auf einer Unterlage festgebunden. Der Zeitaufwand f\u00fcr die Besamung einer K\u00f6nigin betrug damals etwa 1 Stunde. Der Urtyp des Instruments, von NOLAN in seinen Grundz\u00fcgen 1937 konzipiert, erwies sich als besonders praktikabel und diente sp\u00e4ter anderen als Vorlage. Zun\u00e4chst mu\u00dften aber die Besonderheiten der Fortpflanzungsbiologie gekl\u00e4rt werden.<\/p>\n<p>LAIDLAW machte z.B. 1944 auf die sogenannte &#8222;Scheidenklappe&#8220; aufmerksam, eigentlich nur eine Falte, die den Geschlechtsweg zudeckt. Er entwickelte auch ein eigenes Instrument, das eine drehbare Positionierung der K\u00f6nigin erlaubte. Sein Besamungsger\u00e4t war mit 6 Zahnstangentrieben aber sehr aufwendig gebaut und konnte sich auch wegen der umst\u00e4ndlicheren Handhabung in der Praxis nicht durchsetzen.<\/p>\n<p>Zu erw\u00e4hnen ist MACKENSEN, der die Methode Ende der 40er Jahre ein gro\u00dfes St\u00fcck voranbrachte und lange Zeit wertvolle Beitr\u00e4ge lieferte. Durch sein Wirken und in der Zusammenarbeit mit ROBERTS erlangte die Methode mit Serienbesamungen sehr fr\u00fch Praxisreife. RUTTNER u.a. (1974) vervollkommneten das Instrument weiter und stellten es in ihrer in mehreren Sprachen ver\u00f6ffentlichten Apimondia-Brosch\u00fcre als Standardger\u00e4t vor, das bei der weiteren Entwicklung bei mir als Prototyp diente. Das f\u00f6rderte auch die Anwendung in der imkerlichen Praxis, insbesondere im deutschsprachigen Raum.<\/p>\n<p>Im Bieneninstitut Kirchhain wurde das erste Besamungslabor eingerichtet, und schon sehr fr\u00fch wurden dort regelm\u00e4\u00dfig Wochenkurse f\u00fcr Imker bis heute abgehalten. Die Begattungsv\u00f6lkchen kamen in kleine bienengerechte Minibeuten aus aufgesch\u00e4umten Kunststoff, die als sogenannte &#8222;Kirchhainer&#8220; weite Verbreitung fanden und bis heute in Gebrauch sind.<\/p>\n<p>Ich selbst besch\u00e4ftigte mich seit Ende der 70er Jahre mit der Technik der instrumentellen Besamung und bem\u00fchte mich seitdem um die Optimierung s\u00e4mtlicher Funktionen sowie der Nebenger\u00e4te. Das f\u00fchrte zu einer ganzen Reihe von Verbesserungen, die auch die Anwendung erleichterten. Die Besamungsspritze wurde z.B. v\u00f6llig neu konzipiert, wobei handels\u00fcbliche Kunststoffzylinder und Gummikolben von Einwegspritzen Verwendung fanden. Zu nennen ist auch mein Lochhaken, der den Stachel umfasst und auf diese Weise die Stachelkammer der K\u00f6nigin \u00f6ffnet. Das bedeutete einen gro\u00dfen Fortschritt was die vereinfachte und verbesserte Handhabung angeht. Das gab den Ansto\u00df zum komfortablen Stachelgreifer, der alles noch bedienungsfreundlicher machte. Die Harbo-Spritze wurde vereinfacht. Dazu kamen verschiedene Beleuchtungen, zuletzt die LED-Lampen in Warmton. Die Narkosevorrichtung wurde von mir ebenfalls umgestaltet.<\/p>\n<p>Die Technik der Ger\u00e4tschaften ist heute ausgereift. Der nachstellbare Zahnstangentrieb mit Schr\u00e4gverzahnung garantiert raumgreifende und pr\u00e4zise Bewegungen der Spritze. Jedes der Instrumente erf\u00fcllt die in sie gesetzten Erwartungen bez\u00fcglich Handhabung, Material und Verarbeitung. Sie sind sowohl f\u00fcr wissenschaftliche Institute, Zuchtbetriebe und Hobbyimker die erste Wahl.<\/p>\n<p>Heute ist kein Teil mehr mit den alten baugleich. Trotzdem pa\u00dft noch alles zusammen, weil die wichtigsten Grundma\u00dfe von mir nicht ver\u00e4ndert wurden. Neue Teile sind deshalb auch f\u00fcr alte Ger\u00e4te verwendbar oder entsprechend anzupassen. Die Funktionsteile aus den verschiedenen Bauserien sind praktisch identisch und untereinander austauschbar. Das erweist sich heute als gro\u00dfer Vorteil, weil selbst 4o Jahre alte Ger\u00e4te konstruktionsm\u00e4\u00dfig keine Nachteile aufweisen und so gesehen immer noch aktuell sind.<\/p>\n<p>Es handelt sich aber nach wie vor um Ger\u00e4te aus aufwendigen Kleinserien mit sehr viel Handarbeit. Hervorzuheben ist die Wertbest\u00e4ndigkeit einer solchen Anschaffung. Selbst nach vielen Jahren besteht nach meinen Originalausr\u00fcstungen noch Nachfrage. Ein Stereomikroskop unterliegt praktisch auch keiner Abnutzung.<\/p>\n<p>Ich w\u00fcnsche mir, da\u00df die vorliegende Webseite weiterhin als Informationsquelle und Arbeitsanleitung genutzt wird und dar\u00fcber hinaus zum allgemeinen Verst\u00e4ndnis beitr\u00e4gt.<\/p>\n<h6>* \u00a0Zeitschrift f\u00fcr induktive Abstammungs- und Vererbungslehre, LIX 1931, 190-202, siehe auch bei Karl Koch, die Gro\u00dfmeister und Sch\u00f6pfer unserer deutschen Bienenzucht, Verlag Pfenningstorff 1931, S.156-157.<\/h6>\n<p><em>Wenn die blauen Textstellen angeklickt werden, so erhalten Sie entsprechende Fotos und weitere Informationen!<\/em><\/p>\n<h4><strong>Auf der Nebenseite <a href=\"http:\/\/www.instrumentelle-besamung.de\">http:\/\/www.instrumentelle-besamung.de<\/a>\u00a0finden Sie weitere Informationen. Es werden hier Themen behandelt, die mit der Besamung und dem z\u00fcchterischen Umfeld in Zusammenhang stehen.<\/strong><\/h4>\n<p>Peter Schley, 2019<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zur instrumentellen Besamung in der Bienenzucht und den dazu erforderlichen Ger\u00e4ten Diese Webseite wurde von Prof. Dr. Peter Schley verfasst, einem anerkannten Experten auf dem Gebiet der k\u00fcnstlichen Besamung von Bienenk\u00f6niginnen. Seit Ende 2024 wird sie von uns, der A&amp;G Wachholz GbR, als Nachfolger in eigener Regie weitergef\u00fchrt. 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