{"id":11,"date":"2007-01-18T18:22:25","date_gmt":"2007-01-18T17:22:25","guid":{"rendered":"http:\/\/www.besamungsgeraet.de\/__dt\/durchfuehrung\/"},"modified":"2022-08-22T07:54:05","modified_gmt":"2022-08-22T05:54:05","slug":"durchfuehrung","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.besamungsgeraet.de\/__dt\/durchfuehrung\/","title":{"rendered":"Anleitung zur instrumentellen Besamung"},"content":{"rendered":"<p><strong><em>Wenn die blauen Textstellen angeklickt werden erhalten Sie entsprechende Fotos bzw. weitere Informationen!<\/em><\/strong><\/p>\n<h3>Praktische Durchf\u00fchrung<\/h3>\n<p><em>In dieser Anleitung wird jeder einzelne Schritt behandelt und erkl\u00e4rt. Es sollte<\/em><em>\u00a0nicht mehr schwierig sein, eine Besamung selbstst\u00e4ndig durchzuf\u00fchren.<\/em><\/p>\n<p><em>Drohnen kann man nicht l\u00e4ngere Zeit allein lassen. F\u00fcr begrenzten Transport werden sie mit Honig gef\u00fcttert und m\u00fcssen es warm haben! Warmen Honig am Vorabend der Besamung dem Drohnenableger zu verabreichen soll auch sehr stimulierend wirken. Am Arbeitsplatz k\u00f6nnen die Drohnen kurzzeitig in einem kleinen Flugk\u00e4fig untergebracht werden, dessen R\u00fcckseite von einer Lampe gew\u00e4rmt wird. Erw\u00e4hnt sei, da\u00df der K\u00f6nigin vor der Besamung die Gelegenheit zum Abkoten gegeben wird. Hierzu ist der <a href=\"https:\/\/www.besamungsgeraet.de\/__dt\/_pdf\/10-flugrahmen.pdf\">Flugrahmen<\/a> vor der Fensterscheibe geeignet. <\/em><\/p>\n<p><em>N\u00fctzliche Hinweise zur Drohnenpflege finden Sie im Untermen\u00fc <strong>&#8222;Weitergehende Infos&#8220;<\/strong>.\u00a0 In einem Merkblatt wird dieses wichtige Thema ausf\u00fchrlich behandelt. Im <strong>Begleittext zum Video von Susan Cobey\u00a0<\/strong> gibt es auf Seite 23 Hinweise zur Aufbewahrung und zum Spermaversand.<br \/>\n<\/em><\/p>\n<p><em>Inzwischen werden im Internet viele Informationsm\u00f6glichkeiten geboten. Der vorliegende Text bezieht sich auch nicht nur auf eigene Erfahrungen. Der Kontakt zu vielen Z\u00fcchtern hat dazu beigetragen, Empfehlungen geben zu k\u00f6nnen. Ein praktischer Einf\u00fchrungskurs ist sehr hilfreich, aber nicht unbedingt notwendig. Es ist heutzutage m\u00f6glich sich alleine mit Hilfe der Videos in die Methode einzuarbeiten. <strong>Auf zwei Schwerpunkte mu\u00df man sich besonders gut vorbereiten: 1. Spermaportionen gewinnen und 2. die Besamungskan\u00fcle richtig einf\u00fchren.<\/strong> Wer sich n\u00e4her mit der Materie besch\u00e4ftigt wird feststellen, da\u00df alles viel einfacher ist als es auf den ersten Blick erscheint. <\/em><em>Mit der Ger\u00e4tetechnik sollte man sich aber vorher vertraut machen.<\/em><em> E-Mail-Anfragen beantworte ich gern.<\/em><\/p>\n<h3>Drohnen und Bienenk\u00f6niginnen<\/h3>\n<p>Die Bereitstellung geeigneter Drohnen verdient gr\u00f6\u00dfte Aufmerksamkeit. Wie bei den Belegstellen praktiziert sollten die Drohnen aus mehreren V\u00f6lkern bekannter und gepr\u00fcfter Herk\u00fcnfte stammen. Ihre Pflege und Aufzucht m\u00fcssen unter optimaler Brutnesttemperatur und N\u00e4hrstoffversorgung stattfinden. Nur dann bilden sie ausreichend gewinnbares Sperma. Unterk\u00fchlung wie auch \u00dcberhitzung (z.B. w\u00e4hrend des Transportes) k\u00f6nnen zu verringerter Spermamenge wie auch vermindeter Spermienzahl f\u00fchren, was den Drohnen \u00e4u\u00dferlich nicht anzusehen ist. Bei einem Drohnen\u00fcberschu\u00df leidet ebenso die Qualit\u00e4t. Es sollten auch keine unterschiedlichen Altersklassen im Spendervolk vorhanden sein, denn das Bienenvolk vernachl\u00e4ssigt \u00e4ltere reife Drohnen und pflegt dann bevorzugt j\u00fcngere.<\/p>\n<p><strong>Die meisten Drohnen erreichen ihre volle Reife erst mit 21 Tagen.<\/strong> Volle Reife hei\u00dft, da\u00df die Drohnen bei seitlicher Ber\u00fchrung und leichtem Druck schon reagieren und das Geschlechtsteil ausst\u00fclpen, ihr Abdomen verkrampfen und beim weiteren Ausdr\u00fccken reines Sperma abgeben, das nicht mit Schleim vermischt ist.\u00a0 Transporte vor der Spermagewinnung wirken sich negativ aus. Zur Besamung bestimmte K\u00f6niginnen sollten ein Alter von 6-10 Tagen haben, lieber etwas \u00e4lter als zu jung. K\u00f6niginnen, die j\u00fcnger als 5 Tage sind, weisen eine h\u00f6here Sterblichkeit auf. Nach dem 14. Tag verschlechtert sich die Spermieneinwanderng in die Samenblase.<br \/>\nAusf\u00fchrlich wird auf die Aufzucht von Drohnen auf meiner Nebenseite\u00a0<a href=\"http:\/\/www.instrumentelle-besamung.de\/fragen-und-antworten\">www.instrumentelle-besamung.de<\/a>\u00a0 eingegangen. Siehe hierzu auch das Merkblatt 23 in den &#8222;Weiterf\u00fchrenden Ausf\u00fchrungen&#8220;.<\/p>\n<h3>Sperma vom Drohn gewinnen<\/h3>\n<p>Die Spermagewinnung stellt von geschlechtsreifen und vitalen Drohnen keine Schwierigkeit dar. Eine Chloroformnarkose, unter der die Drohnen ihr Begattungsorgan ausst\u00fclpen, ist nicht mehr \u00fcblich. Von reifen Drohnen kann n\u00e4mlich das Sperma ohne Hilfsmittel von Hand\u00a0 gewonnen werden. Das geschieht durch Rollen und Dr\u00fccken der Brust und des Drohnenhinterleibes.<\/p>\n<p>Die Anwendung von Gewalt ist bei reifen Drohnen nicht notwendig. Der Hinterleib wird durch seitliches Zusammendr\u00fccken mehrfach leicht angedr\u00fcckt. Der reife und stimulierf\u00e4hige Drohn reagiert sofort und [st\u00fclpt sein Geschlechtsteil mit beiden H\u00f6rnchen-&gt;https:\/\/www.besamungsgeraet.de\/__dt\/26,sperma-vom-drohn-gewinnen\/] aus, ohne dabei Zwang anwenden zu m\u00fcssen. Dabei wird der Hinterleib f\u00fchlbar hart.<\/p>\n<p>Mit dem Ausst\u00fclpen tritt wie bei der nat\u00fcrlichen Paarung der sofortige Tod ein. Lebenswichtige Nervenbahnen zerrei\u00dfen. Unreife Drohnen, die keine Reaktion zeigen,\u00a0sind freizulassen. Halbreife Drohen zu verbrauchen macht wenig Sinn und bringt im Ergebnis wenig oder nichts. Die Nachmittagsstunden eignen sich f\u00fcr die Spermagewinnung besonders gut. Das entspricht auch den nat\u00fcrlichen Verh\u00e4ltnissen. Die Flugaktivit\u00e4t der Drohnen ist n\u00e4mlich am Nachmittag am gr\u00f6\u00dften.<\/p>\n<p>Wenn der Drohn die in ihn gesetzten Erwartungen erf\u00fcllt hat, kann mit dem vollst\u00e4ndigen Ausdr\u00fccken begonnen werden. Es wird nachgefa\u00dft und der Drohn neu positioniert. Der ausge\u00fcbte Druck mu\u00df sich jetzt speziell auf die Basis, wo sich das Sperma befindet, ausge\u00fcbt werden. Daumen und Zeigefinger verlagern den Druck nach vorn und \u00fcben gezielt Druck auf diese Zone aus. Zuletzt ganz langsam vorgehen und sehen, da\u00df nach M\u00f6glichkeit die [gew\u00fcnschte kleine Spermalkugel-&gt;https:\/\/www.besamungsgeraet.de\/__dt\/27,kleine-spermakugel\/] hervorquillt.<\/p>\n<p>Der herausschnellende Penis darf nicht seitlich die Finger ber\u00fchren, sondern im Spalt der beiden Finger Platz finden.\u00a0 Der Drohn soll deshalb nicht schief liegen. Er mu\u00df auch zuletzt tiefer sitzen als in der Zeichnung zu sehen ist.\u00a0 Das Sperma befindet sich ganz unten an der Basis.\u00a0 Auf diese Stelle mu\u00df der Druck verlagert werden. Der Drohn ist zurechtzur\u00fccken und entsprechend zu positionieren.<\/p>\n<div><img loading=\"lazy\" class=\"\" src=\"https:\/\/www.besamungsgeraet.de\/UserFiles\/Image\/_deutsch\/drohnenspermagewinnen.jpg\" alt=\"Drohnensperma gewinnen\" width=\"193\" height=\"152\" \/><\/div>\n<p class=\"bildunterschrift\">Sperma vom Drohn gewinnen<\/p>\n<p>Reifes Drohnensperma ist gelb-br\u00e4unlich gef\u00e4rbt, vollkommen durchstrukturiert, weist eine [deutliche Marmorierung-&gt;https:\/\/www.besamungsgeraet.de\/__dt\/28,marmorierung-des-drohnenspermas\/] auf und ist ohne Verklumpungen durchweg fl\u00fcssig. Das kann man schon mit blo\u00dfem Auge erkennen. Die Spermagewinnung erfolgt unter Mikroskopbetrachtung. Eine 8-10fache Vergr\u00f6\u00dferung ist gut geeignet. Die Betrachtung sollte w\u00e4hrend des Spermaaufsaugens mit beiden Augen erfolgen. Das ist nur mit dem Stereomikroskop m\u00f6glich.<\/p>\n<p>Die Schwierigkeit besteht darin, halbreifes Sperma zu erkennen und gar nicht erst versuchen es mit der Spritze aufzusaugen. Mitunter befindet es sich oberfl\u00e4chlich nur an bestimmten Stellen. Von der Farbe her ist es gut zu erkennen. Die innere \u00d6ffnung der Besamungskan\u00fcle sollte etwa 0,14 &#8211; 0,15 mm betragen. Wenn sich Schleimklumpen vor die \u00d6ffnung setzen kann das zu Verstopfungen f\u00fchren, wenn nicht sofort darauf reagiert wird.<\/p>\n<p>Schon unauff\u00e4llige Anlagerungen innerhalb der Kan\u00fclenspitze erschweren das weitere Aufsaugen. Anf\u00e4nger haben damit ihre Schwierigkeiten. Bei gr\u00f6\u00dferem Durchmesser von z.B. 0,20 mm geht die Spermaaufnahme zwar leichter vonstatten, daf\u00fcr wird aber zwangsl\u00e4ufig mehr Schleim aufgenommen, was das Besamungsergebnis verschlechtern kann.<\/p>\n<p>Bei gro\u00dfer \u00d6ffnung der Besamungskan\u00fcle ist die Spermagewinnung zwar einfacher, es besteht aber wie gesagt die Gefahr, da\u00df minderwertiges Sperma mit zu wenig Spermien gesammelt wird.<\/p>\n<p>Wenn die Drohnenaufzucht nicht richtig vorbereitet wird, dann sind viele Drohnen ungeeignet und sollten keine Verwendung finden. Leider k\u00f6nnen wegen des hohen Aufwandes vor der Besamung routinem\u00e4\u00dfig keine Spermienz\u00e4hlungen vorgenommen werden, so da\u00df hier das geschulte Auge Entscheidungen treffen mu\u00df. Besonders Anf\u00e4nger sollten von den genannten Zusammenh\u00e4ngen Kenntnis haben und darauf vorbereitet sein.<\/p>\n<p>Wenn Drohnenmittelw\u00e4nde (Zellengr\u00f6\u00dfe 6,9 mm) eingeh\u00e4ngt werden, so k\u00f6nnen viele Drohnen erzeugt werden:<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.besamungsgeraet.de\/__dt\/durchfuehrung\/img_2829\/\" rel=\"attachment wp-att-3521\"><img loading=\"lazy\" class=\"alignnone wp-image-3521\" src=\"https:\/\/www.besamungsgeraet.de\/__dt\/wp-content\/uploads\/IMG_2829.jpg\" alt=\"\" width=\"294\" height=\"220\" srcset=\"https:\/\/www.besamungsgeraet.de\/__dt\/wp-content\/uploads\/IMG_2829.jpg 1200w, https:\/\/www.besamungsgeraet.de\/__dt\/wp-content\/uploads\/IMG_2829-300x225.jpg 300w, https:\/\/www.besamungsgeraet.de\/__dt\/wp-content\/uploads\/IMG_2829-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/www.besamungsgeraet.de\/__dt\/wp-content\/uploads\/IMG_2829-768x576.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 294px) 100vw, 294px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Weiter oben wurde erw\u00e4hnt, da\u00df die Spermagewinnung eigentlich nicht schwierig sei. Sie erfordert jedoch einen erheblichen Aufwand. Wenn Teamarbeit m\u00f6glich ist, so spart das viel Zeit. Ein Teilnehmer holt die Drohnen und reicht sie dem eingearbeiten Imkerkollegen zur Spermaaufnahme weiter. Ein zweites Besamungsger\u00e4t und andere Ger\u00e4tschaften sind hierf\u00fcr nicht erforderlich, nur eine zus\u00e4tzliche Optik mit Beleuchtung. Die Spritze kann z.B. auf der Stativplatte des Mikroskops waagerecht am Plexiglas-Doppelspritzenhalter (Art. 1.19) festgemacht werden. Es eignet sich auch die Magnethalterung der HARBO-Spritze. Das gewonnene Sperma wird sofort dem Besamer \u00fcbergeben.<\/p>\n<p>Bereits am Vortag gewonnene Portionen stehen zus\u00e4tzlich zur Verf\u00fcgung. Auf diese Weise lassen sich im eingspielten Team bei guter Vorbereitung und Organisation viele K\u00f6niginnen besamen. Eine solche Vorgehensweise bietet sich in Zuchtvereinen an und er\u00f6ffnet neue Perspektiven.<\/p>\n<h3><strong>Spritzenf\u00fcllung mit Salzl\u00f6sung<\/strong><\/h3>\n<p>Verwendung findet in der Regel die SCHLEY-Kolbenspritze. Es mu\u00df allerdings genau nach der Bedienungsanleitung vorgegangen werden. Der Gummikolben sollte mit Silikonfett gut gleitf\u00e4hig sein und abdichten. Die alte Membranspritze wird wegen ihrer geringen F\u00fcllmenge und ihrer eingeschr\u00e4nkten Steuerungsf\u00e4higkeit von mir nicht mehr empfohlen, obwohl sie einfach zu handhaben ist. Diese Spritze hat keinen Spritzenzylinder und keinen Kolben. Stattdessen dr\u00fcckt hier beim Drehen des Bedienungsknopfes ein Stift auf eine Gummischeibe. Die dadurch hervorgerufene Ver\u00e4nderung des Innenendruckes wird auf die Besamungskan\u00fcle \u00fcbertragen. Die Abdichtung der Besamungskan\u00fcle erfolgt hier ebenso mit einem St\u00fcck Quetschdichtung der gleichen Au\u00dfenabmessung.<\/p>\n<p>In Betracht kommen noch die SCHLEY-Dosierpritze und die HARBO-Spritze, die an die Ger\u00e4te pa\u00dft. Die Dosierspritze nach WINKLER mit hoher Aufnahmekapazit\u00e4t hat einen st\u00e4rkeren Durchmesser von 10 mm anstatt 8 und ben\u00f6tigt nur den passenden Plexiglashalter.<\/p>\n<p>Der keimfreie Spritzenzylinder der SCHLEY-Spritze wird mit steriler spermavertr\u00e4glicher Salzl\u00f6sung gef\u00fcllt, die auch als Verd\u00fcnnerl\u00f6sung bezeichnet wird. Hierf\u00fcr ist isotonische (physiologische) Kochsalzl\u00f6sung grunds\u00e4tzlich gut geeignet (= 9 g Kochsalz pro Liter destilliertes Wasser, in Ampullen oder Flaschen in Apotheken steril erh\u00e4ltlich).<\/p>\n<p>Gut bew\u00e4hrt hat sich auch der spezielle Verd\u00fcnner der Firma Minit\u00fcb, der als Pulver (3 g im Beutel f\u00fcr 100 ml) zum Verkauf \u00a0kommt und zu empfehlen ist, wenn das aufgezogene Sperma in der Spritze mehrere Tage bis zu einer Woche aufbewahrt werden soll. Die einfache isotonische Kochsalzl\u00f6sung reicht aber v\u00f6llig aus, wenn das Sperma sofort verarbeitet wird.<\/p>\n<p>Die SCHLEY-Besamunsspritze wird am besten mit Hilfe einer Einwegspritze gef\u00fcllt. Erst wenn der Spritzenzylinder blasenfrei gef\u00fcllt worden ist, wird das Metallgeh\u00e4use aufgeschoben und die Spritze an beiden Enden verschraubt. Die Quetschdichtung mu\u00df gen\u00fcgend lang sein. Luftblasen wirken sich federnd aus und sind auf jeden Fall zu vermeiden. Im folgenden <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=M4XDbKL0ZEc\">Video<\/a> wird die Handhabung gezeigt, siehe an der Stelle 1:40 min.<\/p>\n<p>Das Sperma gelangt nur in die Besamungskan\u00fcle, nicht in den Spritzenzylinder. Vorn mu\u00df diese Kan\u00fcle abgerundet sein und besondere Abmessungen aufweisen wie oben schon erw\u00e4hnt, damit die K\u00f6nigin nicht verletzt wird und m\u00f6glichst kein Schleim angesaugt wird. Auch das andere Ende sollte nicht scharfkantig sein, damit sich die Quetschdichtung leichter anbringen l\u00e4\u00dft.<\/p>\n<p>Die Salzl\u00f6sung bzw. Verd\u00fcnnerl\u00f6sung in der Spritze hat nur die Aufgabe, als Hydraulik-Medium zu fungieren! Die \u00fcbliche Bezeichnung &#8222;Spermaverd\u00fcnner&#8220; ist eigentlich irref\u00fchrend, denn das Bienensperma wird in der \u00fcblichen Praxis nicht verd\u00fcnnt.<\/p>\n<p>Es wird mit unverd\u00fcnntem Sperma gearbeitet. Ist Sperma noch \u00fcbrig, so kann es einige bis zu zu 14 Tagen ohne weiteres aufbewahrt werden (16-19 Grad C im Dunkeln bei konstanter Temperatur soll optimal sein). Die Kan\u00fclenm\u00fcndung ist vor Austrocknung und Keimeinwanderung zu sch\u00fctzen. Hierf\u00fcr reicht es aus, wenn von der Verd\u00fcnnerl\u00f6sung etwas an die Kan\u00fclenspitze \u00a0gebracht wird. \u00a0Davor bleibt ein kleiner Luftzwischenraum, damit das Sperma nicht unn\u00f6tigerweise verd\u00fcnnt wir.<\/p>\n<p>An der Tiefgefrierkonservierung in fl\u00fcssigem Stickstoff wird gearbeitet. &#8222;<a href=\"https:\/\/www.besamungsgeraet.de\/__dt\/_pdf\/31_Drohnensperma_konservieren.pdf\">Drohnensperma konservieren<\/a>&#8220; stellt eine wichtige Aufgabe dar. Es liegen schon vielversprechende Ergebnisse vor. Der eigens hierf\u00fcr nach neuesten Erkenntnissen entwickelte Verd\u00fcnner verdient besondere Beachtung.<\/p>\n<p>F\u00fcr die sogenannte Spermamischtechnik, in der die\u00a0Spermaportionen der einzelnen Drohnen vermischt werden (gleiche Vaterseite f\u00fcr alle besamten K\u00f6niginnen angestrebt, Vermeidung zu enger Verwandschaft) ist eine Verd\u00fcnnung des dickfl\u00fcssigen Spermas unumg\u00e4nglich.<\/p>\n<p>J\u00fcrgen Brau\u00dfe (siehe Link weiter oben) wendet eine besondere Methode an. Das Sperma wird 10% verd\u00fcnnt und in einer gro\u00dfvolumigen Containerspritze (System WINKLER) gesammelt und in einer speziellen Vorrichtung besonders schonend verr\u00fchrt. Wer sich mit dem Thema\u00a0 Spermaverd\u00fcnnung und dar\u00fcber hinaus mit der Biologie des Spermas intensiver besch\u00e4ftigen m\u00f6chte, dem sei auch die Doktorarbeit von <a href=\"http:\/\/www.google.de\/url?sa=t&amp;source=web&amp;cd=39&amp;ved=0CFAQFjAIOB4&amp;url=http%3A%2F%2Fgeb.uni-giessen.de%2Fgeb%2Fvolltexte%2F2004%2F1613%2Fpdf%2FKeiner-StoehrWiebke-2004-06-18.pdf&amp;rct=j&amp;q=Instrumentelle%20Besamung&amp;ei=9N8sTbb7IM_MswbZkJSCCA&amp;usg=AFQjCNF42qHGH_WkYKGi4tW8VzzK1YTRXA&amp;sig2=PngMh_OyF47d53Pk_Od1WA&amp;cad=rja\">Wiebke Kainer<\/a> empfohlen.<\/p>\n<h3>Besamungskan\u00fcle an Spritze anbringen<\/h3>\n<p>Die Quetschdichtung von ca. <strong>5-8 mm L\u00e4nge<\/strong> wird schon vor der Sterilisation im Dampfkochtopf auf die stumpfe Seite der Besamungskan\u00fcle aufgeschoben. Sie dichtet den \u00dcbergang Besamungskan\u00fcle zum Spritzenzylinder ab. Es handelt sich um ein kurzes Siliconschlauchst\u00fcck (au\u00dfen 3 mm, innen 1 mm), das selbst zugeschnitten wird. Wichtig ist, da\u00df diese Quetschdichtung lang genug ist und gut abdichtet, denn sonst gelangt Luft in das System (je k\u00fcrzer der Spritzenzylinder im Geh\u00e4use um so l\u00e4nger die Quetschdichtung!).<\/p>\n<p>Nach F\u00fcllung des Spritzenzylinders mit Hilfe einer Einwegspritze wird die Besamungskan\u00fcle mit der Quetschdichtung am Spritzengeh\u00e4use befestigt. Man schiebt die\u00a0Quetschdichtung so weit auf das R\u00f6hrchen, da\u00df etwa 1 mm vom Glasr\u00f6hrchen \u00fcberstehen. Bei scharfer Kante sollte der Au\u00dfenand auf feinem Schleifpapier gerieben werden. Wenn die Dichtung innen etwas angefeuchtet wird, geht das Aufschieben leichter. Die Glas-Besamungskan\u00fcle sehr kurz anfassen, sonst zerbricht das d\u00fcnne Glasr\u00f6hrchen! Die Besamungskan\u00fcle wird also durch die Spritzenmuffe gesteckt und diese am Spritzengeh\u00e4use angeschraubt.<\/p>\n<p>Die Funktionst\u00fcchtigkeit des hydraulischen Systems der Spritze l\u00e4\u00dft sich nach der Montage leicht kontrollieren. <strong>Bei gef\u00fcllter Spritze und befestigter Besamungskan\u00fcle mu\u00df die Fl\u00fcssigkeitss\u00e4ule in der ausgezogenen Glasspitze in jeder Stellung anzuhalten sein und auf\u00a0 jede Bewegung des Drehknopfes exakt reagieren und nicht &#8222;springen&#8220; oder nachlaufen.<\/strong> Die einwandfreie Beschaffenheit der Kan\u00fclenm\u00fcndung wird bei dieser Gelegenheit auch \u00fcberpr\u00fcft, denn eine angesplitterte \u00d6ffnung ist mit blo\u00dfem Auge nicht zu erkennen.<\/p>\n<p>Zur Beachtung: Alle Teile, die mit Sperma im engeren und weiteren Sinne in Ber\u00fchrung kommen, m\u00fcssen sauber und keimfrei sein. Zur Sterilisation wird ein Haushalts-Dampfkochtopf empfohlen (15 Minuten). Zu behandeln sind die Besamungskan\u00fclen mit schon aufgeschobener Quetschdichtung, die Gewindespindel mit Kolben sowie der Spritzenzylinder, bei dieser Gelegenheit auch die Holzzahnstocher mit fest umwickelter Watte.<\/p>\n<p>Einwegspritzen mit Gummikolben vertragen auch die kurzzeitige Behandlung im Dampfkochtopf. Im Dampfkochtopf werden jedoch unter Druck Temperaturen von \u00fcber 100 Grad erreicht. \u00a0Das kann sich nach h\u00e4ufiger Behandlung schon negativ auswirken.\u00a0<strong>Acrylglasteile (z.B. Einlauf- und Halter\u00f6hrchen) sind jedoch noch viel empfindlicher. Sie werden nur gewaschen.<\/strong> Sie d\u00fcrfen auch nicht mit Alkohol oder L\u00f6sungsmittel in Ber\u00fchrung kommen. Die Sterilisierung im Backofen bei trockener Hitze ist v\u00f6llig ungeeignet. Diese Prozedur w\u00fcrde der Spritzenzylinder und andere Teile nicht \u00fcberstehen.<\/p>\n<h3>Sperma in die Besamungskan\u00fcle aufziehen<\/h3>\n<p>Die als Verd\u00fcnnerl\u00f6sung bezeichnete Salzl\u00f6sung wird zuerst aus der Spritze bis zur \u00e4u\u00dfersten Spitze der Besamungskan\u00fcle vorgedr\u00fcckt. Vor Beginn der ersten Spermaaufnahme wird dann die L\u00f6sung in der Glaskan\u00fcle aus dem spitz ausgezogenen Teil bis zum normalen Schaftdurchmesser wieder etwas hochgezogen. Zwischen L\u00f6sung und dem aufzunehmenden Sperma wird ein kleiner Luftzwischenraum von 2 &#8211; 3 mm belassen, damit das Sperma nicht unn\u00f6tig verd\u00fcnnt wird. Es soll eine in sich zusammenh\u00e4ngende konzentrierte Spermas\u00e4ule ohne Luftzwischenr\u00e4ume entstehen, die in der Besamungskan\u00fcle aufgebaut wird.<\/p>\n<p>Optik und Licht werden so eingestellt, da\u00df die Kan\u00fclenm\u00fcndung f\u00fcr beide Augen optimal im Bild ist. <strong>Zu ber\u00fccksichtigen ist, da\u00df die intensive helle Beleuchtung das Sperma wie gesagt sch\u00e4digen kann.<\/strong> Deshalb ist der Lichtkegel entsprechend einzustellen und die Spermas\u00e4ule nach M\u00f6glichkeit vor zu intensiver und zu langer Belichtung zu sch\u00fctzen. Ein einseitig angehefteter Klebestreifen kann hier Abhilfe schaffen. Unn\u00f6tig lange Belichtungen &#8211; z.B. w\u00e4hrend Arbeitspausen &#8211; sind unbedingt zu vermeiden.<\/p>\n<p>Der Drohn wird mit dem ausgest\u00fclpten Penis in der linken Hand gehalten und mit seinem Sperma in die N\u00e4he der Kan\u00fclenm\u00fcndung gebracht. Diese H\u00f6heneinstellung der Spritze wird dann nicht mehr ver\u00e4ndert. Von nun ab erfolgt die weitere Handhabung unter optischer Kontrolle.\u00a0Nur der Drohn wird bewegt und an die Kan\u00fclenm\u00fcndung herangef\u00fchrt. <span style=\"text-decoration: underline;\">W\u00e4hrend der Bedienung der Spritze wird der Ellenbogen abgest\u00fctzt.<\/span> Die 1. Portion mu\u00df reichhaltig sein, sonst findet man keinen Anfang und benetzt nur die Glasinnenwand, weshalb lang ausgezogene Kan\u00fclen vorteilhafter sind (vor das Sperma ganz wenig Verd\u00fcnnerl\u00f6sung in den d\u00fcnn ausgezogenen Teile der Kan\u00fcle zu geben erleichtert den Anfang. Angesichts der geringen Menge ist der negative Einflu\u00df zu vernachl\u00e4ssigen).<\/p>\n<p>Vor jeder neuen Aufnahme wird das bereits gesammelte und etwas hochgezogene Sperma wieder an die \u00e4u\u00dferste Spitze vorgeschoben, sonst bilden sich sehr schnell Luftblasen und wir erhalten keine zusammenh\u00e4ngende Spermas\u00e4ule. Es ist also darauf zu achten, da\u00df keine Luftzwischenr\u00e4ume in der Besamungskan\u00fcle entstehen. Luftblasen wirken sich federnd aus. Die Spritze reagiert dann nicht mehr so gut.<\/p>\n<p>In die Spermakugel wird [nicht hineingestochen-&gt;https:\/\/www.besamungsgeraet.de\/__dt\/29,oberflaechliches-sperma-absaugen\/]. Reifes Sperma ist durchweg fl\u00fcssig und l\u00e4\u00dft sich von der Oberfl\u00e4che leicht absaugen. Die Spitze der Besamungskan\u00fcle ber\u00fchrt nur die Spermaoberfl\u00e4che, nach Kontakt und mit Beginn der Aufnahme wird die Spritze sogar etwas zur\u00fcckgenommen. Die Adh\u00e4sion sorgt daf\u00fcr, da\u00df die Verbindung zur Kan\u00fclenm\u00fcndung nicht abrei\u00dft und das Sperma bei dem vorhandenen Unterdruck in der Glaskan\u00fcle wie von selbst hineinflie\u00dft. Das Hereinflie\u00dfen in die Kan\u00fcle l\u00e4\u00dft sich gut beobachten. Hierf\u00fcr ist kein besonderer starker Sog der Spritze erforderlich.<\/p>\n<p>Beim Ansaugen von Schleimanteilen wird der Flu\u00df sofort unterbrochen. Es wird versucht, den Schleimpfropf wieder heraus zu bekommen. Bei Pausen ist das aufgenommene Sperma immer ein paar Millimeter hochzuziehen, <strong>denn es trocknet an der Kan\u00fclenm\u00fcndung in kurzer Zeit an und verstopft die \u00d6ffnung<\/strong>. Wenn das Sperma immer mal in der Besamungskan\u00fcle hin und her bewegt wird, dann sammelt sich das an den Innenw\u00e4nden anhaftende Sperma und gliedert sich in die Spermas\u00e4ule mit ein.<\/p>\n<p>Wichtig: Der Arbeitsplatz ist sauber zu halten, und die H\u00e4nde werden wiederholt gewaschen!<\/p>\n<p><em>Die Spermagewinnung ist schwieriger als die Spermainjektion. Zum einen mu\u00df schnell entschieden werden, ob sich die Aufnahme \u00fcberhaupt lohnt und zum anderen verstopft die Kan\u00fclenm\u00fcndung nach kurzer Zeit und es ist oft schwierig, sie wieder frei zu bekommen. <\/em><\/p>\n<p><em>Das Sperma darf nicht unten an der M\u00fcndung stehen bleiben, weil es wie gesagt sehr schnell antrocknet und sich nicht mehr bewegen l\u00e4\u00dft. Hier hilft das mit steriler Verd\u00fcnnerl\u00f6sung [benetzte Wattest\u00e4bchen-&gt;https:\/\/www.besamungsgeraet.de\/__dt\/30,benetztes-wattestaebchen\/]. Die Kan\u00fclenm\u00fcndung mu\u00df sauber bleiben und wird gegebenenfalls w\u00e4hrend der Spermaaufnahme damit regelrecht gewaschen. Die Spermas\u00e4ule wird w\u00e4hrendessen hochgezogen. Man kann diesen Vorgang je nach Bedarf wiederholen. <\/em><em> Zwischendurch wird die Spermas\u00e4ule immer mal bewegt. <\/em><em>Damit die Wattest\u00e4bchen griffbereit sind, wird ein [Holzkl\u00f6tzchen-&gt;https:\/\/www.besamungsgeraet.de\/__dt\/31,holzkloetzchen-als-ablage\/] als Ablage benutzt. Auf die schwarze Seite kommen die schon benutzten.<\/em><\/p>\n<p>Vor jeder weiteren Spermaaufnahme wird jedes mal das bereits gesammelte Sperma in der Glaskan\u00fcle durch Drehen am Drehknopf der Spritze wieder nach vorn geschoben, so da\u00df in der aufzubauenden Spermas\u00e4ule keine Lufteinschl\u00fcsse entstehen. Insgesamt werden 8 \u00b5l (8 mm<sup>3<\/sup>) Sperma in die Glaskan\u00fcle aufgezogen <strong>(nimmt 10 mm L\u00e4nge in der Standard-Besamungskan\u00fcle oberhalb der ausgezogenen Spitze in Anspruch)<\/strong> und kann u.a. mit Hilfe eines Papier-Me\u00dfstreifens oder der Spindelumdrehung (3\/4) kontrolliert werden. Man kann auch zur Orientierung Streifen aus Tesafilm (oder noch besser das farbige transparente PVC-Klebeband von Coroplast) mit der spitzen Pinzette\u00a0an die Kan\u00fcle anheften. Einfacher geht es mit der SCHLEY-Dosierspitze, die einen Innenanschlag f\u00fcr die Spermaabgabe besitzt. (Diese Spritze wird in der Nebenseite www.instrumentelle-besamung.de im Abschnitt &#8222;Alte Technik &#8230;&#8220; beschrieben, siehe dazu auch die Ausf\u00fchrungen im Kapitel &#8222;Fragen und Antworten&#8220;).<\/p>\n<p>Der schwarze Ring an der Glaskan\u00fcle hat keine Bedeutung. Er stammt noch von der urspr\u00fcnglichen Markierung der Einwegpipette 50 \u00b5l mit gr\u00fcner Kennzeichnung, aus der die Besamungskan\u00fclen 5.00 und 5.01 hergestellt werden.\u00a0 F\u00fcr eine Spermaportion sind 5 Minuten Zeitaufwand einzuplanen. Der eigentliche Besamungsvorgang l\u00e4uft meistens viel schneller ab.<\/p>\n<p>Die angef\u00fchrte Menge von 8 \u00b5l als Richtwert hat sich in der Praxis bei einmaliger Besamung als ausreichend f\u00fcr eine K\u00f6nigin erwiesen, obwohl in der Natur mehrmalige Begattungen stattfinden. Verschiedentlich wurde eine zweimalige Besamung am n\u00e4chsten Tag empfohlen. Dieser zus\u00e4tzliche Aufwand ist aber nicht erforderlich.<\/p>\n<h3>Bienenk\u00f6nigin in das Halter\u00f6hrchen<\/h3>\n<p>Zuvor wird der K\u00f6nigin die Gelegenheit zum Abkoten gegeben (an der Fensterscheibe, im Flugrahmen oder Flugk\u00e4fig). Zun\u00e4chst kommt die K\u00f6nigin in das zylindrische Einlaufr\u00f6hrchen. Man ergreift die K\u00f6nigin am besten in Brusth\u00f6he mit Daumen und Zeigefinger und dirigiert sie in das Einlaufr\u00f6hrchen.<\/p>\n<p>Am Ende des Einlaufr\u00f6hrchens befindet sich nur eine kleine \u00d6ffnung. Wenn die K\u00f6nigin sp\u00fcrt, da\u00df sie nicht weiter kann, will sie auf jeden Fall aus dieser mi\u00dflichen Lage heraus, kriecht r\u00fcckw\u00e4rts zur\u00fcck und gelangt auf diese Weise in das [vorgehaltene Halter\u00f6hrchen-&gt;https:\/\/www.besamungsgeraet.de\/__dt\/32,bienenkoenigin-im-halteroehrchen\/], das auf den K\u00f6niginnenhalter pa\u00dft. Durch Hineinpusten l\u00e4\u00dft sich dieser Vorgang beschleunigen.<\/p>\n<p>Am Halter\u00f6hrchen befinden sich oben kleine Entl\u00fcftungsbohrungen. Diese sollen verhindern, da\u00df die K\u00f6nigin keinen hohen Kohlens\u00e4uregasdruck ausgesetzt ist. Deshalb ist auch nicht erforderlich, da\u00df das R\u00f6hrchen an den O-Ringen ganz dicht abschlie\u00dft.<\/p>\n<h3>K\u00f6nigin an den K\u00f6niginnenhalter<\/h3>\n<p>Das Halter\u00f6hrchen mit K\u00f6nigin wird sogleich auf den K\u00f6niginnenhalter geschoben. Falls die K\u00f6nigin versucht r\u00fcckw\u00e4rts aus dem R\u00f6hrchen herauszukriechen, so kann das verhindert werden, indem man den Zeigefinger draufh\u00e4lt und abwartet, bis die Narkosewirkung voll einsetzt. Bei kleinen K\u00f6niginnen ist das \u00f6fters der Fall. Ein lockerer Sitz ist kein Nachteil, denn der Hinterleib darf auf keinen Fall im R\u00f6hrchen gedr\u00fcckt und eingeengt werden. Das w\u00fcrde die Einf\u00fchrung der Besamungskan\u00fcle nur behindern.<\/p>\n<p>Befindet sich die K\u00f6nigin zu tief im R\u00f6hrchen, dann wird das Halter\u00f6hrchen weiter nach unten bewegt. Wenn das nicht funktioniert, dann wird es wieder abgezogen, in den Mund genommen und die K\u00f6nigin in die gew\u00fcnschte Position hochgepustet.\u00a0 3-4 Hinterleibsringe sollen herausragen.\u00a0Anf\u00e4nglich bewegt die K\u00f6nigin noch stark den Hinterleib, wird dann aber durch das Kohlens\u00e4uregas zusehends ruhiger und schlie\u00dflich bewegungslos.<\/p>\n<p>Sollte die K\u00f6nigin im Halter\u00f6hrchen w\u00e4hrend der Narkose unerwartet abkoten, so ist der Vorgang abzubrechen. Am darauf folgenden Tag wird die Prozedur wiederholt. Um das zu vermeiden, ist ihr vorher die Gelegenheit zum Abkoten zu geben (z.B. im Flugrahmen an der Fensterscheibe).<br \/>\n<em>Das Halter\u00f6hrchen (wie auch das Einlaufr\u00f6hrchen) ist aus Acrylglas gefertigt und vertr\u00e4gt keine Behandlung im Dampfkochtopf!<\/em><\/p>\n<h3>Narkose der Bienenk\u00f6nigin<\/h3>\n<p>Die Besamung der K\u00f6nigin erfolgt unter Narkose. Hierzu wird Kohlens\u00e4uregas in den K\u00f6niginnenhalter eingeleitet. Der Gasstrom ist an der Stellung der [Schwebekugeln im CO2-Adapter-&gt;https:\/\/www.besamungsgeraet.de\/__dt\/24,schwebekugeln-im-co2-adapter\/] erkennbar.<\/p>\n<p>Bei der Narkose der K\u00f6nigin mit Kohlens\u00e4uregas tritt der n\u00fctzliche Nebeneffekt auf, da\u00df die behandelten K\u00f6niginnen schneller in Eiablage gehen. Aus diesem Grund empfehlen sich zus\u00e4tzliche Narkosen von 4 &#8211; 5 Minuten, da der Besamungsvorgang in der Regel schneller abl\u00e4uft und die Narkoseeinwirkung w\u00e4hrend der Besamung allein zur Stimulation nicht ausreicht.<\/p>\n<p>Das Kohlens\u00e4uregas f\u00fchrt zu einer Reifebeschleunigung und kompensiert gewisserma\u00dfen den positiven Einflu\u00df der verhinderten Begattungsfl\u00fcge. Durch die Begattungsfl\u00fcge findet n\u00e4mlich durch die Flugmuskelarbeit ein nat\u00fcrlicher Anstieg von CO2 im K\u00f6rpergewebe statt, der praktisch einen Schaltvorgang zum Legebeginn ausl\u00f6st.<\/p>\n<p>Eine zus\u00e4tzliche Narkose wurde bisher in der Regel einen Tag vor dem Besamungstermin vorgenommen.\u00a0<strong>Nach neuen Erfahrungen aus der Lohnbesamung hat sich die 5-min\u00fctige Narkose 1-2 Stunden vor der Besamung bew\u00e4hrt. <\/strong><\/p>\n<p>Sehr vorteilhaft soll auch sein, wenn die K\u00f6nigin nach der Besamung und nach dem Aufwachen bei voller Bewegungsf\u00e4higkeit nochmals 4 Minuten mit CO2 narkotisiert wird und danach sofort in diesem Zustand in ihr angestammtes V\u00f6lkchen zur\u00fcckkommt. Noch bewegungslos findet sie zun\u00e4chst wenig Beachtung, und es bedarf keiner besonderen Schutzma\u00dfnahmen. Es ist lediglich darauf zu achten, da\u00df sie nicht unten auf den Boden f\u00e4llt (deshalb oben auf Papierstreifen betten). Sie geht auf diese Weise noch schneller in Eiablage.<\/p>\n<p>Wenn die K\u00f6nigin bereits am fr\u00fchen Morgen (z.B. 6-7 Uhr) f\u00fcr die Besamung gek\u00e4figt und f\u00fcr die Besamung vorbereitet wird, so hat das den Vorteil, da\u00df sie w\u00e4hrend des Herausfangens im V\u00f6lkchen bleibt und nicht wegfliegt. Das bedeutet weniger Stre\u00df als beim K\u00e4figen am Vortage.<\/p>\n<p>Die zus\u00e4tzlichen Narkosen lassen sich in einem Glasgef\u00e4\u00df ausf\u00fchren, wobei gleich mehrere K\u00f6niginnen behandelt werden und dann bis zur Besamung in ihren K\u00e4figen und V\u00f6lkchen verbleiben k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Zu beachten ist, da\u00df \u00fcberlange Narkosezeiten von mehr als 10 Minuten die Lebenserwartung der K\u00f6niginnen herabsetzen k\u00f6nnen.<\/p>\n<h3>Stachelkammer der K\u00f6nigin \u00f6ffnen<\/h3>\n<p><em>Die Optik ist auf den K\u00f6niginnenhalter auszurichten. Hierbei ist nicht nur das Besamungsger\u00e4t in die richtiges Position zu bringen, sondern auch das Mikroskop ist entsprechend einzustellen. Mitunter sind kleine seitliche Verschiebungen des Einblickes erforderlich, was durch eine leichte Schwenkung an der runden Stativs\u00e4ule erreicht wird.\u00a0<\/em><em>Vor Beginn der Manipulationen sind die H\u00e4kchengriffe wie auch der Stachelgreifer im Leerlauf am Ger\u00e4t zu bewegen (wegen \u201eStick-Slip\u201c \u2013 Effekt bei O-Ringen), so da\u00df sie sich danach sanft und ruckfrei verschieben lassen. <strong>Es ist dabei wichtig, den Handgriff mit Daumen und Zeigefinder von der Unterseite m\u00f6glichst nahe am Kugelgelenkt zu greifen und dabei darunter den Mittelfinger am Kugelblock abzust\u00fctzen.<\/strong>\u00a0Auf diese Weise hat man die Bewegung der H\u00e4kchenhalter bzw. des Stachelgreifers besser unter Kontrolle und verhindert ruckartige Bewegungen.<\/em><\/p>\n<p><em>Die Lager mit den O-Ringen sind gegebenenfalls zu fetten, <strong>nicht jedoch die Kugel<\/strong>. <strong>Das\u00a0 funktioniert ohne Fettfilm viel besser!<\/strong><br \/>\n<\/em><\/p>\n<p>Die gespreizten letzten Hinterleibsringe legen einen Hohlraum frei, der im folgenden als Stachelkammer bezeichnet wird. Die \u00d6ffnung des Hinterleibes bzw. der Stachelkammer und die Ausrichtung des auskleidenden Gewebes einschlie\u00dflich des Stachelorgans mit Hilfe der speziellen H\u00e4kchen oder des Stachelgreifers in die richtige Richtung stellen eine wichtige Voraussetzung f\u00fcr die problemlose Einf\u00fchrung der Besamungskan\u00fcle dar.<\/p>\n<p>Das R\u00f6hrchen ist so zu drehen, da\u00df die <strong>R\u00fcckenseite der K\u00f6nigin<\/strong> und somit auch die Stachelregion sich vom Besamer aus betrachtet <strong>rechts <\/strong>befinden und die Stachelkammer in dieser Position gespreizt wird. Diese Vorgehensweise ist international \u00fcblich, obwohl die nat\u00fcrliche Begattung eher umgekehrt abl\u00e4uft und auch andere Positionen m\u00f6glich sind. Der Grund hierf\u00fcr ist darin zu sehen, da\u00df unter der erzeugten gr\u00f6\u00dferen Gewebespannung das korrekte Eindringen der Kan\u00fcle besser zu verfolgen ist, wenn sich der R\u00fccken rechts befindet.<\/p>\n<p>Bei geschlossener Stachelkammer wird man bem\u00fcht sein, zuerst das linke H\u00e4kchen einzuh\u00e4ngen. Die letzte Bauchschuppe weist am \u00e4u\u00dfersten Ende eine [Einkerbung-&gt;https:\/\/www.besamungsgeraet.de\/__dt\/33,lochhaken-und-stachelgreifer\/] auf, so da\u00df man hier schon einen idealen Ansatzpunkt vorfindet. Danach kann man das linke H\u00e4kchen auch quer stellen und den Stachel in eine g\u00fcnstige Position bringen, um ihn mit dem Lochhaken oder dem Stachelgreifer von der rechten Seite zu fassen. Der Stachel mu\u00df allein gegriffen werden. In der Regel wird\u00a0 hierzu die dem Ger\u00e4t beigef\u00fcgte Handsonde zu Hilfe genommen.<\/p>\n<p>Wie bei der Spermagewinnung ist die Manipulation nur unter dem Stereomikroskop m\u00f6glich. \u00dcblich ist eine 10-fache Vergr\u00f6\u00dferung. Bei st\u00e4rkerer Vergr\u00f6\u00dferung wird die Tiefensch\u00e4rfe verringert, und die \u00dcbersicht wird erschwert. Die Aufgabe besteht nun darin, den Stachel zu ergreifen und nach rechts zu ziehen und anzuheben, dabei aufpassen, da\u00df keine anliegenden Hautlappen mitgenommen werden. Alles symmetrisch in Linie der H\u00e4kchenhalter. Damit ist die Vaginal\u00f6ffnung freigelegt.<\/p>\n<p>Sehr hilfreich kann auch die feinf\u00fchlige spitze Pinzette sein. Am Stachel befinden sich Hautanh\u00e4nge, die weggeschoben werden m\u00fcssen. Egal wie vorgegangen wird, der Stachel mu\u00df freiliegen, um ihn greifen zu k\u00f6nnen! Das ist nicht immer ganz einfach. Oft streckt die K\u00f6nigin zu Beginn der Narkose aber ihren Stachel von sich aus weit vor, so da\u00df er gleich gefa\u00dft werden kann. <span style=\"text-decoration: underline;\">Darauf sollte man vorbereitet sein, denn dann ist alles viel einfacher.<\/span> Diese g\u00fcnstige Zeitspanne w\u00e4hrt nur ganz kurz. Danach zieht die K\u00f6nigin n\u00e4mlich ihren Stachel wieder zur\u00fcck und dann mu\u00df er erst wieder gefunden und in eine g\u00fcnstige Position gebracht werden.<\/p>\n<p>Die Lochhakenmethode wurde von mir entwickelt, sie f\u00fchrte danach auch zum Stachelgreifer. Im Vergleich zum alten L\u00f6ffelhaken war das eine wesentliche Erleichterung. \u00a0Inzwischen wird dieses Prinzip weltweit angewendet. Wenn alles stimmt, ist es eine Angelegenheit von nur einigen Sekunden. Beim Anf\u00e4nger wird l\u00e4nger probiert. Wenn der Lochhaken benutzt wird, so setzt sich die Lochhaken\u00f6ffnung schnell mit Schleim zu und greift nicht mehr richtig. Die Loch\u00f6ffnung sollte also sauber und m\u00f6glichst trocken sein.<\/p>\n<p>Bei Benutzung des [Stachelgreifers-&gt;https:\/\/www.besamungsgeraet.de\/__dt\/35,nutzung-des-stachelgreifers\/] ist diese Prozedur einfacher. Der Greifer \u00f6ffnet sich, wenn Druck auf die Einstellmutter ausge\u00fcbt wird. Der Klemmdruck l\u00e4\u00dft sich einstellen. Er darf aber nicht zu stark sein, damit der Stachel nicht besch\u00e4digt wird. Man erfa\u00dft also den Stachelschaft ohne die anliegenden Hautlappen und zieht diesen nach oben hin weg. Hier kann nichts wegrutschen, und die Geschlechts\u00f6ffnung ist zug\u00e4nglich. Die Hand kann auch mal losgelassen werden.<\/p>\n<p>Die Stachelkammer bzw. der Stachelaparat d\u00fcrfen nicht eingedr\u00fcckt oder gedreht werden. Bei richtiger Vorbereitung zeigt sich ein symmetrisches Bild. Die Kugelf\u00fchrungen sollten nicht zu locker eingestellt werden. Wenn n\u00e4mlich nicht aufgepa\u00dft wird und der Stachelgreifer unbeabsichtigt angesto\u00dfen wird, dann rei\u00dft der Stachel ab und die K\u00f6nigin ist verloren. Das sollte vermieden werden.<\/p>\n<p>Der Vorst\u00e4ndigkeit sei noch erw\u00e4hnt: Wer mit der [mitgelieferten Handsonde-&gt;https:\/\/www.besamungsgeraet.de\/__dt\/34,mit-der-sonde-den-stachel-freilegen\/] nicht so gut zurecht kommt, sollte es mit der spitzen Uhrmacherpinzette versuchen (gerade Ausf\u00fchrung, Spitze 0,1 mm). Damit l\u00e4\u00dft sich auch der Stachel festhalten und lenken.<\/p>\n<p>Um den Hinterleib der K\u00f6nigin nicht zu \u00fcberdehnen, mu\u00df von der linken Seite her nachgeschoben werden. Der Hinterleib zeigt also in Richtung Besamungskan\u00fcle! <strong>Es wird h\u00e4ufig der Fehler gemacht, da\u00df der Hinterleib nicht in Richtung Besamungskan\u00fcle zeigt, sondern zu weit nach links gerichtet ist (siehe nachstehende Abbildung mittig. Auch ganz rechts ist man noch nicht ganz so weit wie erforderlich).<\/strong><\/p>\n<div><img src=\"..\/..\/..\/..\/..\/..\/UserFiles\/Image\/_deutsch\/bienenkoenigin.jpg\" alt=\"Bienenk\u00f6nigin\" \/><\/div>\n<p class=\"bildunterschrift\"><strong>Vorgehensweise beim \u00d6ffnen der Stachelkammer<\/strong><br \/>\nWichtig ist also das Nachschieben mit dem linken Haken!<br \/>\nDer Hinterleib mu\u00df gen\u00fcgend weit herausragen und in Richtung Besamungskan\u00fcle zeigen, sonst st\u00f6\u00dft man mit der Kan\u00fcle an den Haken.\u00a0Die Winkelstellung des Halter\u00f6hrchens ist \u00fcbrigens nicht so wichtig. Daf\u00fcr eine Schablone zu benutzen ist nicht erforderlich (Halter\u00f6hrchen nach rechts geneigt, \u00a0so steil wie m\u00f6glich, guter Einblick und Zug\u00e4nglichkeit der Besamungskan\u00fcle sind ganz wichtig).<br \/>\n<span style=\"text-decoration: underline;\">Gearbeitet wird hier noch mit dem alten SCHLEY-Lochhaken (mit dem Nachfolgehaken oder dem Stachelgreifer wird genauso verfahren).<\/span><\/p>\n<p>Zu beachten ist wie schon gesagt, da\u00df der Hinterleib der K\u00f6nigin gen\u00fcgend aus dem R\u00f6hrchen herausragt (3-4 Hinterleibsringe) und nicht eingeengt wird. Das ist ein wichtiger Punkt, der von Anf\u00e4ngern oft zu wenig beachtet wird. Das Gewebe ist so weich und dehnbar, da\u00df so schnell keine Verletzungsgefahr droht. Weiter unten k\u00f6nnen Sie Videos aufrufen und sich alles im Film ansehen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<div><a href=\"https:\/\/www.besamungsgeraet.de\/__dt\/wp-content\/uploads\/Bildschirmfoto-2013-11-10-um-11.11.04.png\" rel=\"lightbox[11]\"><img loading=\"lazy\" class=\"alignnone wp-image-2010\" title=\"Bildschirmfoto 2013-11-10 um 11.11.04\" src=\"https:\/\/www.besamungsgeraet.de\/__dt\/wp-content\/uploads\/Bildschirmfoto-2013-11-10-um-11.11.04-300x224.png\" alt=\"\" width=\"425\" height=\"316\" \/><\/a><\/div>\n<p class=\"bildunterschrift\"><strong>Blick in die ge\u00f6ffnete Stachelkammer der Bienenk\u00f6nigin<\/strong><br \/>\nDer Stachel wird mit dem Lochhaken (<span style=\"text-decoration: underline;\">hier im Bild<\/span> <strong>neuerer Typ<\/strong>) oder dem Stachelgreifer weg- und hochgezogen. Die Stachelspitze befindet sich \u00fcber den \u00e4u\u00dferen Rand der gespreizten Stachelkammer! Links wird der Ventralhaken als Gegenpol eingeh\u00e4ngt (oder die Ventralklemme 1.06 benutzt, die sich auch sehr gut zum Ergreifen des Stachels eignet). Der Pfeil zeigt auf die Vaginal\u00f6ffnung in Gestalt einer faltigen Vertiefung, nicht immer leicht zu erkennen.<\/p>\n<p>Die richtig ge\u00f6ffnete Stachelkammer bietet dem Betrachter unter der Vergr\u00f6\u00dferung ein Bild runzeliger Haut mit kleinen Hautfalten. Verspannungen sind dann auf dem Grund nicht zu beobachten. Das Gewebe zeigt sich locker. Die Geschlechts\u00f6ffnung liegt genau auf der Verbindungslinie zwischen beiden H\u00e4kchen. Wenn die Stachelregion mit Hilfe des Lochhakens oder Stachgreifers angehoben wird, ist die Vaginal\u00f6ffnung aber nicht zu \u00fcbersehen. F\u00fcr den Anf\u00e4nger ist es sehr wichtig, diesen Arbeitsgang vorschriftsm\u00e4\u00dfig auszuf\u00fchren. Bei Verwendung des Stachelgreifers darf dieser wie gesagt auch nicht so hart eingestellt werden, damit der Stachel nicht zerquetscht oder bei einer unbeabsichtigten Bewegung herausgerissen wird.<\/p>\n<h3>Drohnensperma einf\u00fchren<\/h3>\n<p>Wird die Stachelregion w\u00e4hrend der \u00d6ffnung der Stachelkammer also angehoben und in Richtung Spritzenblock hochgezogen, so verschwinden auch st\u00f6rende Falten und stellen f\u00fcr die Besamung keine Gefahr mehr dar.<\/p>\n<p>Beim Heranf\u00fchren der spermagef\u00fcllten Besamungskan\u00fcle zielt die Kan\u00fclenm\u00fcndung in die Scheiden\u00f6ffnung, wobei man sich zu Beginn so weit wie m\u00f6glich rechts orientiert. Das Sperma wird vorsichtig bis an die Kan\u00fclen\u00f6ffnung vorgedr\u00fcckt, jedoch nicht so weit, da\u00df es schon von allein heraustreten kann. Ein ganz kleiner Luftzwischenraum sollte noch bleiben.<\/p>\n<p>Der Triebknopf\u00a0 und die Stellschraube f\u00fcr die Neigungseinstellung werden gleichzeitig bedient, denn bei der Linksbewegung der Besamungskan\u00fcle wird diese konstruktionsbedingt automatisch etwas angehoben. Es wird deshalb etwas gegengesteuert. K\u00f6niginnenhalter und Spritze sind deshalb m\u00f6glichst steil einzustellen, wobei die Spritze zus\u00e4tzlich etwas geneigt werden darf.<\/p>\n<p><strong>Die Kan\u00fcle wird ca. 0,5 mm einf\u00fchrt\u00a0 und dann um etwa 0,4 mm (Spitzendurchmesser) nach links bewegt, praktisch eine Zickzack-Bewegung<\/strong>. In dieser Position kann probehalber getestet werden. In der richtigen Position l\u00e4\u00dft sich n\u00e4mlich die Glaskan\u00fcle problemlos nochmals 0,5 mm und \u00a0in den Geschlechtsweg ohne merklichen Widerstand einf\u00fchren. <strong>Zuerst einmal nur probieren ohne gleich Sperma einzuspritzen. Erst wenn man ziemlich sicher ist, dann erst die Spritze bedienen!<\/strong><\/p>\n<p>Insgesamt darf die Besamungskan\u00fcle 1,5 mm eintauchen. Der Vorgang ist genau zu beobachten.\u00a0Falls das Gewebe etwas spannt &#8211; st\u00f6rende Hautfalten oder weniger geeignete Besamungskan\u00fclen k\u00f6nnen der Grund sein -, so wird der Vorgang abgebrochen, und es wird wieder neu begonnen. Wird das nicht beachtet, so besteht auch Verletzungsgefahr. Bevor das Sperma eingespritzt wird, \u00a0zieht man die Kan\u00fcle ganz wenig zur\u00fcck und bleibt nicht in der ganz tiefen Stellung stehen.<\/p>\n<p>Wichtig ist\u00a0 die optimale Beschaffenheit der polierten Kan\u00fclenm\u00fcndung. Sie darf nicht scharfkantig und zu d\u00fcnnwandig sein. Der Au\u00dfendurchmesser betr\u00e4gt vorn etwa 0,4 mm (hierbei ist ein gewisser Spielraum vertretbar und auch alle anderen angef\u00fchrten Ma\u00dfe sind deshalb Anhaltspunkte).<\/p>\n<p>Ist die richtige Stelle gefunden, wird damit begonnen das Sperma in einer Tiefe von etwa 1 &#8211; 1,3 mm vorsichtig einzuleiten. Auf keinen Fall darf das Sperma jetzt aus der Scheiden\u00f6ffnung herausquellen. In diesem Fall w\u00e4re das Einf\u00fchren der Kan\u00fcle mi\u00dflungen! Das Durchlaufen des Spermas ist an der Glasspitze sehr gut zu beobachten.<\/p>\n<p>War alles erfolgreich verlaufen so wird die Spritze herausgehoben, wobei gleichzeitig am Drehknopf etwas Druck weggenommen wird, da sonst unn\u00f6tig viel Sperma wegen des aufgebauten \u00dcberdrucks wieder aus der Scheiden\u00f6ffnung austreten kann.<\/p>\n<p>Nachdem \u00a0gewisse Erfahrung vorliegen, ist die Spermainjektion keinesfalls schwierig und man bekommt schnell ein Gef\u00fchl daf\u00fcr, was noch vertretbar ist und was nicht. Es kommt aber immer wieder vor, da\u00df einzelne K\u00f6niginnen schlechter zu handhaben sind. Das kann viele Ursachen haben. Gute Pflege, die richtige Verfassung und der Reifezustand spielen dabei auch eine Rolle.<\/p>\n<p><strong>Weiter unten kann man sich im Videofilm die Spermainjektion noch einmal genau betrachten!<\/strong><\/p>\n<p>Es sei erw\u00e4hnt, da\u00df der oben geschilderte Vorgang des Stachelgreifens sich auch allein mit einer feinf\u00fchligen ohne Aufspannung mit einer spitzen Pinzette freih\u00e4ndig ausf\u00fchren l\u00e4\u00dft. Das erfordert aber eine sehr ruhige Hand und besonderes Geschick. W\u00e4hrend der Spermainjektion mu\u00df der Stachel bei dieser Methode von Hand festgehalten werden. Diese Vorgehensweise wird als &#8222;<a href=\"https:\/\/www.besamungsgeraet.de\/__dt\/_pdf\/19_flexible.pdf\">flexible Methode<\/a>&#8220; propagiert. Die eingesparten Teile am Besamungsger\u00e4t fallen bei hochwertig verarbeiteten Instrumenten angesichts des recht hohen Aufwandes aber nicht so stark ins Gewicht. Die teuersten Komponenten bleiben unverzichtbar.<\/p>\n<p>Einige Anf\u00e4nger aus meinen Kursen hatten sogar den Wunsch, zus\u00e4tzlich ein drittes Kugelgelenk frontal zu bedienen, um die Stachelkammer noch besser zu fixieren und sich ganz auf den Stachel und der Einf\u00fchrung der Kan\u00fcle zu konzentrieren zu k\u00f6nnen. Solche Vorrichtungen wurden von mir angefertigt. Dieser Aufwand ist aber nicht notwendig und hat keine Anwendung in der Praxis gefunden.<\/p>\n<h3>Nach der Besamung der Bienenk\u00f6nigin<\/h3>\n<p><em>Nicht zu vergessen ist die Demontage der Besamungskan\u00fcle. Sie wird sofort in eine Petrischale mit Seifenl\u00f6sung gelegt, denn die Spermareste trocknen sonst an und sind sp\u00e4ter nicht so leicht zu entfernen. F\u00fcr diesen Zweck gibt es auch spezielle<\/em><em> eiwei\u00dfl\u00f6sende Reinigungspulver, normales Geschirrsp\u00fclmittel aus der K\u00fcche ist auch geeignet.<\/em><\/p>\n<p>Nach neuen Empfehlungen wird die bereits besamte K\u00f6nigin <strong>nach dem Aufwachen<\/strong> nochmals 4 Minuten mit CO2 begast. Dazu wird sie in einen Becher gelegt und nachbehandelt. Erst danach kommt sie zur\u00fcck in ihr V\u00f6lkchen. Wer ganz sicher gehen will, h\u00e4lt sie anfangs noch unter Verschlu\u00df mit etwas Futterteig oder wird sie erst freilassen, wenn ansitzende Bienen Kontakt suchen und sterzeln<strong>.<\/strong><\/p>\n<p>Die K\u00f6nigin kann dabei auf einen Papierstreifen gebettet werden, der oben auf die R\u00e4hmchenleisten in Bienenn\u00e4he gelegt wird. Sie kann so nicht auf den Boden des K\u00e4stchens fallen und ausk\u00fchlen. Diese schnelle Zusetzmethode aus der Lohnbesamung hat sich bew\u00e4hrt, wenn keine l\u00e4ngeren Pausen entstehen und die Bienengemeinschaft 100%ig auf die junge K\u00f6nigin eingestimmt ist. Die zu besamende K\u00f6nigin mu\u00df es st\u00e4ndig warm haben. Das gilt sowohl vor als auch nach der Besamung. Die Zuhilfenahme von angew\u00e4rmten Flugk\u00e4figen und der zeitweilige Aufenthalt im Brutschrank wirken sich auf jeden Fall positiv aus.<\/p>\n<p>Das F\u00fcllen der Samenblase ist das Ergebnis aktiver Mitwirkung seitens der K\u00f6nigin wie auch passiver Vorg\u00e4nge, was l\u00e4nger als einen Tag in Anspruch nimmt. <strong>Da die Spermieneinwanderung in die Samenblase stark von Umgebungsbedingungen und allgemeiner Fitness beeinflu\u00dft wird ist es wichtig, da\u00df die Bienenk\u00f6nigin nach der Besamung nicht verk\u00fchlt und nur kurze Zeit eingesperrt bleibt und danach immer Kontakt zu Pflegebienen hat. Das Beste ist, wenn sie sich in ihrer Bienengemeinschaft frei bewegen kann.<\/strong><\/p>\n<p>Wenn die K\u00f6nigin mit ganz wenigen Begleitbienen eingesperrt bleibt, haben die Bienen keine M\u00f6glichkeit, ihre K\u00f6nigin intensiv in Pflege zu nehmen. Verklebte und Verh\u00e4rtete Spermareste in der Vaginal\u00f6ffnung k\u00f6nnen zu Problemen f\u00fchren. Auf keinen Fall d\u00fcrfen die besamten K\u00f6niginnen l\u00e4ngere Zeit sich selbst \u00fcberlassen bleiben. Nur in ihrer funktionsf\u00e4higen Bienengemeinschaft werden sie sich wohl f\u00fchlen und entsprechend gut entwickeln k\u00f6nnen! In dieser Hinsicht sind sie anspruchsvoller als nat\u00fcrlich begattete K\u00f6niginnen.<\/p>\n<p>Es soll vorkommen, da\u00df besamte K\u00f6niginnen noch Begattungsfl\u00fcge unternehmen wollen. Deshalb bleibt das Absperrgitter vor dem Flugloch. Die besamten K\u00f6niginnen sind auch so lange in ihrem angestammten V\u00f6lkchen zu belassen, bis ihre eigene Arbeiterinnenbrut ausschl\u00fcpft. Erst danach sind sie in einen Kunstschwarm oder Ableger fachgerecht einzuweiseln. Hierbei ist mit gr\u00f6\u00dfter Behutsamkeit und Sachkenntnis vorzugehen. In Ertragsv\u00f6lker kommen instrumentell besamte K\u00f6niginnen erst nach ihrem 3. Brutsatz. Die K\u00f6nigin allein gleich nach der\u00a0Besamung in ein neues fremdes Volk einzuweiseln ist mit einem hohen Risiko verbunden.<\/p>\n<p>Die technische Durchf\u00fchrung der Besamung von Bienenk\u00f6niginnen ist kein Problem mehr! Erwartet wird, da\u00df die k\u00fcnstlich besamten den nat\u00fcrlich begatteten K\u00f6niginnen hinsichtlich Leistungsf\u00e4higkeit und Langlebigkeit nicht nachstehen. Bei fachgerechter Handhabung und nat\u00fcrlichem Umfeld ist das nachweislich der Fall. Die instrumentelle Besamung bietet gro\u00dfe Vorteile! Aus der Praxis wird \u00f6fters berichtet, da\u00df die besamten K\u00f6niginnen die besten V\u00f6lker lieferten.<\/p>\n<p><strong><em>Im oberen Text wurde die ganze Prozedur in allen Einzelheiten ausf\u00fchrlich mit vielen Worten detailliert beschrieben. Das soll nicht der Eindruck entstehen, da\u00df das Ganze besonders schwierig w\u00e4re.\u00a0Es wurde nur besonderer Wert darauf gelegt, mit dieser Anleitung ohne fremde Hilfe allein zurechtzukommen und unn\u00f6tige Fehler von vornherein auszuschlie\u00dfen.\u00a0<\/em><\/strong><\/p>\n<h3>Zusammenfassung<\/h3>\n<ol>\n<li>Ger\u00e4tschaft aufgebaut und \u00fcberpr\u00fcft, s\u00e4mtliche Vorbereitungen abgeschlossen und vorangegangene Begasung der K\u00f6nigin ausgef\u00fchrt, Spritze funktionsf\u00e4hig.<\/li>\n<li>Sperma in Kan\u00fcle aufziehen.<\/li>\n<li>K\u00f6nigin ruhig stellen, Stachelkammer \u00f6ffnen und Besamung durchf\u00fchren (Die Besamung kann auch am darauf folgenden Tag ausgef\u00fchrt werden).<\/li>\n<li>K\u00f6nigin schnell ins V\u00f6lkchen zur\u00fcckbringen und bis zum Schl\u00fcpfen ihrer eigenen Brut darin belassen. Absperrgitter nicht entfernen. Arbeitsplatz aufr\u00e4umen und Spritze bzw. Besamungskan\u00fcle reinigen.<\/li>\n<li><strong>Die am h\u00e4ufigsten beobachteten Fehler beim Anf\u00e4nger:<\/strong> K\u00f6nigin sitzt zu tief oder befindet sich in Schieflage, ihr Hinterleib wird zusammengedr\u00fcckt, die Stachelkammer ist nicht weit genug gespreizt und zeigt nicht in Richtung Besamungskan\u00fcle. Der Dorsalhaken (Lochhaken oder Stachelgreifer) befindet sich nicht au\u00dferhalb vom oberen Rand der Stachelkammer.<\/li>\n<\/ol>\n<h3>Videoaufzeichnungen zur Unterst\u00fctzung<\/h3>\n<p><iframe loading=\"lazy\" title=\"Sperma gewinnen\" width=\"500\" height=\"281\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/Xw17Ay48XFk?feature=oembed\" frameborder=\"0\" allow=\"accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture\" allowfullscreen><\/iframe><\/p>\n<p>Im obigen Video werden mehrere Drohnen zur Spermaaufnahme vorbereitet. Reifes Sperma ist als brauner Bezirk zu erkennen, der sich verschiedenen Stellen befinden kann. Hier ist die Spritze vorsichtig anzusetzen. Ideal ist, wenn sich eine Spermakugel ohne weiteren Schleim zeigt. In diesem Fall sollte die Spritze sofort zur Aufnahme bereit sein. Kurz danach wird Schleim abgesondert, der sich mit dem Sperma vermengen kann.<\/p>\n<p><iframe loading=\"lazy\" title=\"Besamungskanu\u0308le einfu\u0308hren\" width=\"500\" height=\"281\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/vdlNG-uDSTQ?feature=oembed\" frameborder=\"0\" allow=\"accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture\" allowfullscreen><\/iframe><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Zu den Aufnahmen &#8222;Einf\u00fchrung der Besamungskan\u00fcle&#8220; ist anzumerken, da\u00df daf\u00fcr nur eine K\u00f6nigin am Ende der Saison zur Verf\u00fcgung stand. Mit dieser einzelnen K\u00f6nigin mu\u00dften s\u00e4mtliche Aufnahmen bestritten werden. Das ist auch der Grund daf\u00fcr, da\u00df verh\u00e4rtete Spermareste vom vorherigen Tag mit der Pinzette aus der Vaginal\u00f6ffnung entfernt werden mu\u00dften.<\/p>\n<p><strong>&#8222;[Sperma gewinnen-&gt;https:\/\/www.besamungsgeraet.de\/__dt\/38,video-bienensperma-gewinnen\/]&#8220;<\/strong> (sowie <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=LyzceAW6ihk\">https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=LyzceAW6ihk <\/a>, besprochen auf t\u00fcrkisch) und\u00a0 <strong>&#8222;[Einf\u00fchrung der Besamungskan\u00fcle-&gt;http:\/\/www.youtube.com\/watch?v=vdlNG-uDSTQ\/]&#8220;<\/strong> stellen zwei Schwerpunkte dar.<\/p>\n<p>Unser alter Videofilm vom Institut Wiss. Film ist in gek\u00fcrzter Fassung unter folgender Adresse abrufbar: &#8222;[K\u00fcnstliche Besamung-&gt;http:\/\/www.youtube.com\/watch?v=M4XDbKL0ZEc]&#8220; und wurde auch in russischer Fassung bearbeitet und ins Netz gestellt: &#8222;[IWF-Film Besamung-&gt;http:\/\/www.youtube.com\/watch?v=rxoxJbqoTGQ\/]&#8220;. Gearbeitet wurde mit dem alten Modell, das ein breiteres Fu\u00dfgestell hatte. Diese Filmaufnahmen sind schon \u00e4lteren Datums. Hier kam noch die Waschflasche zur CO2-Kontrolle zum Einsatz. Das Kohlens\u00e4uregas wird durch Wasser geleitet und so der Gasstrom beobachet.<\/p>\n<p>Mein Lochhaken wird jetzt aus einer speziellen Stahlkan\u00fcle hergestellt und nicht mehr aus Neusilberdraht. In diesem Film wird auch die sogenannte Spermamischtechnik demonstriert. Die gezeigte Methode ist in der gezeigten Form f\u00fcr die imkerliche Praxis zu aufwendig. Die verwendeten Hilfsmittel erfordern spezielle Laboreinrichtungen (siehe weiter oben Abschnitt &#8222;Spritzenf\u00fcllung&#8220;).<\/p>\n<p>Inzwischen wurde die Mischtechnik von J\u00fcrgen Brau\u00dfe erfolgreich weiterentwickelt und das Einfrieren und Verd\u00fcnnen von Bienensperma macht gro\u00dfe Fortschritte (Dr. Wegener, Bieneninstitut Hohen-Neuendorf). Wenn gemischtes Sperma zum Einsatz kommt, dann m\u00fcssen auch die Drohnen von bekannten Herk\u00fcnften abstammen, sonst kann das zu einer unkontrollierten\u00a0 Zunahme der Variationsbreite f\u00fchren, die sich auf die gesamte Popultion negativ auswirken wird.<br \/>\nIm englischsprachigen Teil dieser Webseite sind an gleicher Stelle auch drei Videos von Susan Cobey abzurufen. Susan arbeitet in den ersten beiden Filmen mit dem Vorg\u00e4ngermodell und meinem alten Lochhaken.<\/p>\n<p>Anhand der obigen Ausf\u00fchrungen wird es mit den vorgestellten Ger\u00e4tschaften und Hilfsmitteln m\u00f6glich sein, die beschriebenen Arbeitsschritte selbstst\u00e4ndig auszuf\u00fchren. Ein Einf\u00fchrungskurs ist trotzdem hilfreich. Es sind eben die vielen Kleinigkeiten, die zu beachten sind. Drohnen verdienen mehr Aufmerksamkeit als K\u00f6niginnen. Das Erkennen reifen Spermas und der Aufbau einer zusammenh\u00e4ngenden Spermas\u00e4ule in der Besamungskan\u00fcle sind wichtige Punkte, die ge\u00fcbt werden m\u00fcssen.<\/p>\n<p>Der Kontakt mit den anderen Teilnehmern wie auch der Erfahrungsaustausch untereinander wirken sich sehr motivierend aus. Sp\u00e4tere R\u00fcckmeldungen best\u00e4tigen dann den Erfolg eines solchen Kurzlehrganges.\u00a0Wenn man wei\u00df wie es funktioniert, dann ist pl\u00f6tzlich alles ganz einfach!<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.besamungsgeraet.de\/__dt\/durchfuehrung\/begattungsk\/\" rel=\"attachment wp-att-2800\"><img loading=\"lazy\" class=\"aligncenter wp-image-2800\" src=\"https:\/\/www.besamungsgeraet.de\/__dt\/wp-content\/uploads\/Begattungsk.jpg\" alt=\"Begattungsk\" width=\"519\" height=\"389\" srcset=\"https:\/\/www.besamungsgeraet.de\/__dt\/wp-content\/uploads\/Begattungsk.jpg 1200w, https:\/\/www.besamungsgeraet.de\/__dt\/wp-content\/uploads\/Begattungsk-300x225.jpg 300w, https:\/\/www.besamungsgeraet.de\/__dt\/wp-content\/uploads\/Begattungsk-768x576.jpg 768w, https:\/\/www.besamungsgeraet.de\/__dt\/wp-content\/uploads\/Begattungsk-1024x768.jpg 1024w\" sizes=\"(max-width: 519px) 100vw, 519px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Die Begattungsv\u00f6lkchen mit der vorbereiteten K\u00f6nigin werden am besten in Arbeitsh\u00f6he aufgestellt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<div id=\"attachment_2426\" style=\"width: 534px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/www.besamungsgeraet.de\/__dt\/durchfuehrung\/c\/\" rel=\"attachment wp-att-2426\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-2426\" loading=\"lazy\" class=\" wp-image-2426\" src=\"https:\/\/www.besamungsgeraet.de\/__dt\/wp-content\/uploads\/c.jpg\" alt=\"Das Sperma aufnehmen ist gar nicht so einfach.\" width=\"524\" height=\"349\" srcset=\"https:\/\/www.besamungsgeraet.de\/__dt\/wp-content\/uploads\/c.jpg 1200w, https:\/\/www.besamungsgeraet.de\/__dt\/wp-content\/uploads\/c-300x200.jpg 300w, https:\/\/www.besamungsgeraet.de\/__dt\/wp-content\/uploads\/c-1024x684.jpg 1024w\" sizes=\"(max-width: 524px) 100vw, 524px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-2426\" class=\"wp-caption-text\">Das Sperma aufnehmen ist gar nicht so einfach und erfordert Konzentration.<\/p><\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<div id=\"attachment_2425\" style=\"width: 539px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/www.besamungsgeraet.de\/__dt\/durchfuehrung\/b\/\" rel=\"attachment wp-att-2425\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-2425\" loading=\"lazy\" class=\" wp-image-2425\" src=\"https:\/\/www.besamungsgeraet.de\/__dt\/wp-content\/uploads\/b.jpg\" alt=\"Wichtig ist, da\u00df keine Fehler gemacht werden.\" width=\"529\" height=\"348\" srcset=\"https:\/\/www.besamungsgeraet.de\/__dt\/wp-content\/uploads\/b.jpg 728w, https:\/\/www.besamungsgeraet.de\/__dt\/wp-content\/uploads\/b-300x197.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 529px) 100vw, 529px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-2425\" class=\"wp-caption-text\">Wichtig ist, da\u00df keine Fehler gemacht werden.<\/p><\/div>\n<div id=\"attachment_2428\" style=\"width: 544px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/www.besamungsgeraet.de\/__dt\/durchfuehrung\/d\/\" rel=\"attachment wp-att-2428\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-2428\" loading=\"lazy\" class=\" wp-image-2428\" src=\"https:\/\/www.besamungsgeraet.de\/__dt\/wp-content\/uploads\/d.jpg\" alt=\"Die Verd\u00fcnnerl\u00f6sung mu\u00df sich gut steuern lassen.\" width=\"534\" height=\"362\" srcset=\"https:\/\/www.besamungsgeraet.de\/__dt\/wp-content\/uploads\/d.jpg 1200w, https:\/\/www.besamungsgeraet.de\/__dt\/wp-content\/uploads\/d-300x203.jpg 300w, https:\/\/www.besamungsgeraet.de\/__dt\/wp-content\/uploads\/d-1024x694.jpg 1024w\" sizes=\"(max-width: 534px) 100vw, 534px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-2428\" class=\"wp-caption-text\">Hier demonstriere ich die einwandfreie Funktion der Spritze. Die Verd\u00fcnnerl\u00f6sung mu\u00df sich in der Kan\u00fcle gut steuern lassen.<\/p><\/div>\n<p><a href=\"https:\/\/www.besamungsgeraet.de\/__dt\/durchfuehrung\/e-2\/\" rel=\"attachment wp-att-2431\"><img loading=\"lazy\" class=\"wp-image-2431 aligncenter\" src=\"https:\/\/www.besamungsgeraet.de\/__dt\/wp-content\/uploads\/e1.jpg\" alt=\"\" width=\"534\" height=\"358\" srcset=\"https:\/\/www.besamungsgeraet.de\/__dt\/wp-content\/uploads\/e1.jpg 1200w, https:\/\/www.besamungsgeraet.de\/__dt\/wp-content\/uploads\/e1-300x201.jpg 300w, https:\/\/www.besamungsgeraet.de\/__dt\/wp-content\/uploads\/e1-1024x686.jpg 1024w\" sizes=\"(max-width: 534px) 100vw, 534px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Unter Bienenz\u00fcchtern ist das Miteinander immer sehr entspannt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<div id=\"attachment_2424\" style=\"width: 542px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/www.besamungsgeraet.de\/__dt\/durchfuehrung\/a\/\" rel=\"attachment wp-att-2424\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-2424\" loading=\"lazy\" class=\" wp-image-2424\" src=\"https:\/\/www.besamungsgeraet.de\/__dt\/wp-content\/uploads\/a.jpg\" alt=\"Hier ist ein mitgebrachter Drohnenk\u00e4fig zu sehen. Wenn solche Flugk\u00e4fige an der R\u00fcckseite eine Scheibe haben und eine Lampe diese w\u00e4rmt , so ist das sehr vorteilhaft.\" width=\"532\" height=\"406\" srcset=\"https:\/\/www.besamungsgeraet.de\/__dt\/wp-content\/uploads\/a.jpg 1200w, https:\/\/www.besamungsgeraet.de\/__dt\/wp-content\/uploads\/a-300x229.jpg 300w, https:\/\/www.besamungsgeraet.de\/__dt\/wp-content\/uploads\/a-1024x781.jpg 1024w\" sizes=\"(max-width: 532px) 100vw, 532px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-2424\" class=\"wp-caption-text\">Ein mitgebrachter Eigenbau-Drohnenk\u00e4fig vereinfacht den Zugriff auf die Drohnen.<\/p><\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<div id=\"attachment_2433\" style=\"width: 556px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/www.besamungsgeraet.de\/__dt\/durchfuehrung\/g\/\" rel=\"attachment wp-att-2433\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-2433\" loading=\"lazy\" class=\" wp-image-2433\" src=\"https:\/\/www.besamungsgeraet.de\/__dt\/wp-content\/uploads\/g.jpg\" alt=\"Rechts im Bild ist Herr Wachholz zu sehen. Hinten links fertigt sein Sohn mit dem Ausziehger\u00e4t unter Mikroskopbetrachtung Besamungskan\u00fclen an. \" width=\"546\" height=\"425\" srcset=\"https:\/\/www.besamungsgeraet.de\/__dt\/wp-content\/uploads\/g.jpg 1200w, https:\/\/www.besamungsgeraet.de\/__dt\/wp-content\/uploads\/g-300x234.jpg 300w, https:\/\/www.besamungsgeraet.de\/__dt\/wp-content\/uploads\/g-1024x797.jpg 1024w\" sizes=\"(max-width: 546px) 100vw, 546px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-2433\" class=\"wp-caption-text\">Rechts Herr Wachholz, hinten links fertigt sein Sohn Besamungskan\u00fclen an.<\/p><\/div>\n<p>Die Endbearbeitung der ausgezogenen Kan\u00fclen erfolgt ebenfalls unter Mikroskopbetrachtung. Bei Selbstanfertigung entfallen die Reinigung und Desinfektion und die Besamungskan\u00fclen k\u00f6nnen als Einwegartikel gehandhabt werden. Nachstehend wird das als Sonderanfertigung hergestellte Ger\u00e4t abgebildet.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<div id=\"attachment_2572\" style=\"width: 553px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/www.besamungsgeraet.de\/__dt\/durchfuehrung\/gesamtans-2\/\" rel=\"attachment wp-att-2572\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-2572\" loading=\"lazy\" class=\" wp-image-2572\" src=\"https:\/\/www.besamungsgeraet.de\/__dt\/wp-content\/uploads\/Gesamtans-2.jpg\" alt=\"Mit dem SCHLEY-Ausziehger\u00e4t lassen sich bequem hochwertige Besamungskan\u00fclen aus Mikropipetten herstellen, die nur kurze Zeit als Einwegartikel Verwendung finden. Die aufwendige Reinigung und Desinfektion entf\u00e4llt dann (siehe hierzu &quot;Weiterf\u00fchrende Infos und Anleitungen&quot;). \" width=\"543\" height=\"362\" srcset=\"https:\/\/www.besamungsgeraet.de\/__dt\/wp-content\/uploads\/Gesamtans-2.jpg 1200w, https:\/\/www.besamungsgeraet.de\/__dt\/wp-content\/uploads\/Gesamtans-2-300x200.jpg 300w, https:\/\/www.besamungsgeraet.de\/__dt\/wp-content\/uploads\/Gesamtans-2-768x512.jpg 768w, https:\/\/www.besamungsgeraet.de\/__dt\/wp-content\/uploads\/Gesamtans-2-1024x683.jpg 1024w\" sizes=\"(max-width: 543px) 100vw, 543px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-2572\" class=\"wp-caption-text\"><strong>SCHLEY-Ausziehger\u00e4t<\/strong> zur Anfertigung von Besamungskan\u00fclen einschlie\u00dflich ihrer Endbearbeitung wie das Polieren der M\u00fcndung an der ausgezogenen Spitze.<\/p><\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><em>Wenn Sie sich noch weiter informieren wollen,\u00a0 so rufen Sie bitte die folgende Webseite\u00a0<\/em><em>auf. <\/em><\/p>\n<h4><a href=\"http:\/\/www.instrumentelle-besamung.de\">www.instrumentelle-besamung.de<\/a><\/h4>\n<h4><em>Hier werden in aller K\u00fcrze Fragen beantwortet, praktische Hinweise gibt es, und auf einige z\u00fcchterische Gesichtspunkte wird eingegangen.<\/em><\/h4>\n<p>Sehr zu empfehlen ist die ausf\u00fchrliche Praxisanleitung zur k\u00fcnstlichen Besamung mit vielen guten Fotos von <strong>Mattias Engel<\/strong>:<\/p>\n<p><strong>Eigene Bienenzucht durch k\u00fcnstliche Besamung,\u00a0<\/strong><\/p>\n<p>erschienen 2021 im Verlagshaus Buschhausen, 44653 Herne, 285 Seiten. Es wird dabei das ganze Umfeld ber\u00fccksichtigt mit den Schwerpunkten Vererbung und Zucht .<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h4><\/h4>\n<h4><\/h4>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wenn die blauen Textstellen angeklickt werden erhalten Sie entsprechende Fotos bzw. weitere Informationen! Praktische Durchf\u00fchrung In dieser Anleitung wird jeder einzelne Schritt behandelt und erkl\u00e4rt. Es sollte\u00a0nicht mehr schwierig sein, eine Besamung selbstst\u00e4ndig durchzuf\u00fchren. Drohnen kann man nicht l\u00e4ngere Zeit allein lassen. F\u00fcr begrenzten Transport werden sie mit Honig gef\u00fcttert und m\u00fcssen es warm haben! [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"parent":0,"menu_order":5,"comment_status":"open","ping_status":"closed","template":"","meta":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.besamungsgeraet.de\/__dt\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/11"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.besamungsgeraet.de\/__dt\/wp-json\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.besamungsgeraet.de\/__dt\/wp-json\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.besamungsgeraet.de\/__dt\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.besamungsgeraet.de\/__dt\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=11"}],"version-history":[{"count":506,"href":"https:\/\/www.besamungsgeraet.de\/__dt\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/11\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":3540,"href":"https:\/\/www.besamungsgeraet.de\/__dt\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/11\/revisions\/3540"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.besamungsgeraet.de\/__dt\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=11"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}